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Panorama Liegt Ex-SS-Mann Gröning im Krankenhaus?
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00:18 22.01.2018
Oskar Gröning im Sommer 2015 im Gerichtssaal in Lüneburg.  Quelle: Foto: dpa
Hannover

Bisher hat der wegen Beihilfe zum Mord an 300.000 Juden im Konzentrationslager Auschwitz verurteilte Oskar Gröning keine Ladung zum Haftantritt bekommen. Das bestätigte am Freitag die hannoversche Erste Staatsanwältin Kathrin Söfker. 

Angeblich schwere verbrannt

Selbst wenn die Staatsanwaltschaft die Ladung schon abgeschickt hätte: Es wäre es fraglich, ob der 96-Jährige seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt in Uelzen derzeit antreten müsste. Nach unbestätigten Medienberichten liegt der „Buchhalter von Auschwitz“ mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus. Er soll, das schreiben „Bild“ und „B.Z.“, vor zwei Wochen in seinem Haus in Schneverdingen (Heidekreis) gestürzt sein. Dabei soll er sich das linke Bein zwischen Heizung und bodentiefem Wohnzimmerfenster eingeklemmt haben. Über einen Notrufknopf habe er Hilfe rufen können. Dennoch sollen die Verbrennungen so schwerwiegend sein, dass ihm angeblich Haut am Oberschenkel transplantiert werden musste. Weder Grönings hannoverscher Rechtsanwalt Hans Holtermann noch die Staatsanwaltschaft wollten die Berichte am Freitag kommentieren.  

Gnadengesuch nicht gestellt

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hatte ein Gnadengesuch Grönings am Mittwoch abgelehnt. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde des früheren SS-Mannes zurückgewiesen. Das bedeutet, dass der 96-Jährige nach einer Genesung mit einer Ladung zum Haftantritt rechnen muss – es sei denn, er greift nach einem letzten Strohhalm. Er kann ein weiteres Gnadengesuch direkt an Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) richten.

Bisher sei ein solches Begehren noch nicht eingegangen, erklärte am Freitag eine Sprecherin Havlizas. Eine Frist dafür gibt es nicht. Das Gesuch könne jederzeit und formlos eingereicht werden.   

Von Karl Doeleke

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