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Panorama Dudelsackmusik soll Obdachlose vertreiben
Mehr Welt Panorama Dudelsackmusik soll Obdachlose vertreiben
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18:07 13.12.2015
Grell und durchdringend: Nicht jedem gefällt der Klang des Dudelsacks. Quelle: dpa
Bournemouth

Mit der Dudelsackmusik ist es so eine Sache. Einerseits gehört sie zu Großbritannien wie das Alphorn zur Schweiz. Andererseits ist längst nicht jeder Brite ein Freund der schrillen Pfeiftöne - und genau diesen Umstand wollte sich jetzt das südenglische Seebad Bournemouth zunutze machen. Der Stadtrat beschloss, mit der umstrittenen Musik Obdachlose am Bahnhof zu vergrämen. Also ließ man zwischen Mitternacht und halb sieben Uhr morgens Dudelsäcke den Platz beschallen.

Die Wirkung war bestechend: Die grelle Musik vertrieb sämtliche Stadtstreicher, die zuvor gerne die Bänke vor dem Bahnhof als Nachtlager genutzt hatten. Ein Effekt, auf den deutsche Städte wie Hamburg oder Hannover ein wenig neidisch blicken dürften. In Hamburg werden Teile des Hauptbahnhofs ebenfalls mit Musik berieselt, um Herumlungernde zu vertreiben. Allerdings setzt man dort auf klassische Stücke - und erzielt damit kaum Wirkung. In Hannover setzte sich der Vorschlag, prekäre Bereiche mithilfe von Musik leerzuräumen, gar nicht erst durch.

Aber auch in Bournemouth währte die Freude über den Erfolg nur kurz. Einige Bürger der Stadt fanden die Maßnahme viel zu brutal - und starteten eine Petition gegen die Quälerei. Mehr als 4000 Bürger unterzeichneten, und der Stadtrat reagierte.

Statt Dudelsäcken ertönt jetzt am Bahnhof nachts der Song „All I Want for Christmas is You“, intoniert von „Alvin and the Chipmunks“. Die drei singenden Zeichentrickstreifenhörnchen singen greller und durchdringender, als es ein Dudelsack je könnte.

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