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Panorama Dortmunder Hochhaus soll geschlossen werden
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16:46 19.01.2018
Die Mieter in dem Gebäudekomplex mussten ihre Wohnungen im Sommer kurzfristig räumen. Quelle: dpa
Dortmund

Die Mieter des wegen gravierender Brandschutzmängel evakuierten Dortmunder „Hannibal“-Hochhauses müssen ihre Wohnungen nach Angaben der Stadt komplett räumen. Der Eigentümer-Vertreter Intown habe mitgeteilt, sie müssten Möbel und sonstiges Inventar bis zum 15. Februar aus den Wohnungen entfernen, erklärte die Stadt am Freitag. Danach dürfe das Gebäude nicht mehr betreten werden, Umzüge seien nicht mehr möglich. Versorgungsleitungen wie Wasser und Strom würden abgetrennt. Eine Intown-Sprecherin kündigte am Freitag auf Anfrage an, das Unternehmen werde sich in der neuen Woche äußern.

Das Hochhaus „Hannibal II“ mit mehr als 400 Wohnungen war im September vergangenen Jahres kurzfristig geräumt worden. Vorausgegangen war eine Brandkatastrophe am Londoner Grenfell Tower. Das von einem defekten Kühlschrank ausgelöste Feuer hatte sich am 14. Juni rasend schnell über die Außenfassade des Sozialbaus ausgebreitet. Anwohner hatten zuvor wiederholt auf Brandschutzmängel hingewiesen. 71 Menschen starben.

Viele der mehr als 750 Bewohner in Dortmund haben seit der Räumung des Komplexes noch keine dauerhafte neue Bleibe gefunden, so dass ihre Möbel noch in den Wohnungen stehen. Bislang können die Mieter die Wohnungen noch in Begleitung eines Sicherheitsdienstes betreten.

Eigentümer klagt gegen die Stadt

Der Dortmunder Mieterverein hält die Schließung des Gebäudes für unzulässig: Bewohner mit bestehenden Mietverhältnis hätten ein Recht auf Zugang zur eigenen Wohnung. Intown müsse auch die Heizungsanlage in Betrieb lassen, um Schäden am Eigentum der Mieter auszuschließen, teilte der Mieterverein am Freitag mit.

Intown hält die Räumung für nicht rechtens und hat die Stadt verklagt. Auf die genannten Mängel hätte mit weniger schwerwiegenden Maßnahmen reagiert werden können. Im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen mitgeteilt, die Beseitigung der genannten Mängel und weitere Modernisierungsmaßnahmen würden rund zwei Jahre dauern.

Von RND/dpa/sag

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