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Panorama Diese Weihnachtsmärkte sind einen Besuch wert
Mehr Welt Panorama Diese Weihnachtsmärkte sind einen Besuch wert
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00:15 05.12.2017
Von Gabriele Schulte
Die ganze Stadt leuchtet: In Lüneburg gibt es sieben Weihnachtsmärkte.  Quelle: dpa

Seit einer Woche haben die Weihnachtsmärkte wieder geöffnet. In welcher niedersächsischen Stadt lohnt sich der Besuch? Wir haben uns umgesehen und einige Tipps zusammengestellt. 

Lüneburg: Die ganze Stadt wird festlich

Quelle: dpa

Mit insgesamt sieben Weihnachtsmärkten ​leuchtet Lüneburg so festlich, dass sich die Stadt im Advent den schönen Beinamen „Weihnachtsstadt“ gibt. Besonders viele Besucher zieht traditionell das bunte Treiben auf dem Markt vor dem historischen Rathaus an. Jeden Tag um kurz vor 17 Uhr spielt ein Trompeter auf dem Rathausbalkon, im Anschluss singen Chöre weihnachtliche Lieder. Ein weiterer Höhepunkt am ersten Adventswochenende ist der Historische Christmarkt rund um die Michaeliskirche. Die vielen Mitwirkenden des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt wollen die Besucher dabei in die Zeit des Mittelalters und der Renaissance zurückversetzen. Am Eingang warten die Stadtwächter. Bauern, Handwerker und Händler tragen Gewänder aus dem 15. und 16. Jahrhundert. In den Holzkohleöfen werden Brote nach Rezepten gebacken, die mehr als 500 Jahre alt sind. 

Der Weihnachtsmarkt am Rathaus findet täglich bis zum 22. Dezember statt. Er ist montags bis sonnabends von 10 bis 20 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Historische Christmarkt an der Michaeliskirche ist heute von 12 bis 19  Uhr und am morgigen Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Celle: Werkstatt für Kreative

Quelle: imago/Rust

Der Weihnachtsmarkt in Celle ​bezieht seinen besonderen Charme aus der Kulisse – dem Ensemble historischer Fachwerkhäuser und dem imposanten Barockschloss. Auf dem Schlossplatz und in großen Teilen der Innenstadt sind die Stände mit Kulinarischem und Kunsthandwerk aufgebaut. Im Weihnachtswäldchen an der Stechbahn können vor allem Kinder in Workshops an jedem Tag selbst kreativ werden und in den Bastelwerkstätten zum Beispiel Feen, Wichtel und Wikingerschmuck herstellen. Unter anderem wird dort mit Wolle, Federn, Perlen und Glitzermaterial experimentiert. Für das Material ist ein kleiner Unkostenbeitrag zu zahlen, eine Anmeldung für die Bastelstunden ist nicht erforderlich. In diesem Jahr wird erstmals zusätzlich montags bis donnerstags eine spezielle Lederwerkstatt angeboten.  

Der Markt ist bis zum 27. Dezember geöffnet: sonntags bis donnerstags von 11 bis 20 Uhr, freitags und sonnabends von 11 bis 21 Uhr. Am 24. Dezember ist der Markt geschlossen, an den beiden Weihnachtstagen öffnet er von 13 bis 20 Uhr.  

Goslar: Tannenwald in der Stadt

Quelle: dpa

Schmale Gassen und schieferverkleidete ​Fachwerkhäuser in Goslar schaffen das Ambiente für den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und dem benachbarten Schuhhof. In der verträumten Kulisse der Altstadt steht wieder der beliebte Weihnachtswald aus 50 großen, weihnachtlich beleuchteten Nadelbäumen auf echtem Waldboden mit einer Vielzahl kulinarischer Angebote. An einem großen Weihnachtsbaum können Besucher mit einer Spende an den Lions-Club ein gutes Werk tun: Für einen Euro wird per Knopfdruck je ein Licht entzündet, 50 000 Lichter sollen es insgesamt werden. Auch viele Goslarer Sehenswürdigkeiten verwandeln sich während des Weihnachtsmarkts in funkelnde Orte. 

Der Weihnachtsmarkt in Goslar ist bis zum 30. Dezember montags bis sonnabends von 10 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Weihnachtswald bleibt jeweils bis 22 Uhr geöffnet. An den Weihnachtsfeiertagen und am 30. Dezember gelten besondere Öffnungszeiten. 

Hameln: Wichtel in den Straßen

Quelle: Stadtmarketing Hameln

Prächtig verzierte Bauten ​der Weser-Renaissance bilden in Hameln die Kulisse des Weihnachtsmarktes. Der Weihnachtsbaum am Rathaus ist in diesem Jahr besonders üppig geschmückt, die Form seiner Sterne findet sich in der Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt wieder. Neu sind auch große hölzerne Wegweiser, die Besucher etwa zum Rattenfänger-Glockenspiel leiten. In der Innenstadt werden noch mehr „Walk Acts“ als bisher unterwegs sein – es lohnt sich also, nach einer wandelnden Eisfee, einem Weihnachtswichtel oder Väterchen Frost Ausschau zu halten. Besonders viele solcher Figuren sind in der sogenannten Mystischen Nacht am heutigen Sonnabend zu erwarten. Ein Höhepunkt wird dann eine große Feuershow sein. 

Der Hamelner Weihnachtsmarkt ist montags bis donnerstags von 10 bis 20 Uhr, freitags und sonnabends von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. In der sogenannten Mystischen Nacht am heutigen Sonnabend wird die Öffnungszeit bis 23 Uhr verlängert.

Walsrode: Rodelberg mit Schneegarantie

Quelle: Florafarm

Der zweitägige Weihnachtsmarkt auf der ​Ginsengfarm im kleinen Heidebauerndorf Walsrode-Bockhorn zieht in jedem Jahr Besucher aus weitem Umkreis an. Rund 100 Kunsthandwerker verwandeln die historische Hofstelle in ein kleines Handwerksdorf. In festlich geschmückten Buden bieten die Händler überwiegend selbst gefertigte Waren wie Gestricktes, Getöpfertes, Genähtes und Gebasteltes an. Für die Kinder wird ein kleiner Rodelberg „mit Schneegarantie“ aufgeschüttet, der unabhängig von der Witterung zur kurzen Schlittenfahrt einlädt. Kleine Gäste, die es ruhiger mögen, können dem Kasper zuhören. Bei der „Christmas-Party“geht es dann weniger besinnlich zu: Von 19 Uhr an können sich die Großen im Zelt den Feiertagen schwungvoll nähern.

Der Weihnachtsmarkt auf der Ginseng-Florafarm in Walsrode-Bockhorn findet am Sonnabend, 16. Dezember, von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag, 17. Dezember, von 11 bis 18 Uhr statt. Die „Christmas-Party“ beginnt am Sonnabend direkt im Anschluss an den Markt.

Schloss Oelber: Accessoires auf dem Rittergut

Quelle: Marketing Schloss Oelber

Im Ambiente eines historischen Ritterguts ​kommen beim Christkindlmarkt auf Schloss Oelber im Landkreis Wolfenbüttel Freunde edler Accessoires an zwei Adventswochenenden auf ihre Kosten. „Kerzenschein und Weihnachtszauber“ lautet in diesem Jahr das Motto des Christkindlmarkts mit mehr als 100  Ausstellern. In den ehemaligen Stallungen, auf dem Gestütshof, in der alten Schmiede und der früheren Jagdscheune werden unter anderem erzgebirgische Volkskunst und Holzmöbel, Wohnaccessoires und Dekoratives aus Seide und Kaschmir angeboten. Für Kinder gibt es einen Laternenumzug mit dem Nikolaus. Eine Skiffle-Company, ein Weihnachtszirkus, Akkordeonmusik und Chöre umrahmen das Angebot.

Der Christkindlmarkt auf Schloss Oelber, Rittergut 1, in der Gemeinde Baddeckenstedt ist am zweiten und dritten Adventswochenende (8. bis 10. Dezember und 15. bis 17. Dezember) jeweils freitags von 15 bis 20 Uhr, sonnabends von 11 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 7 Euro Eintritt, Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren einen Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei.

Hildesheim: Lichterglanz ums Rathaus

Quelle: dpa

Eine zehn Meter hohe Tanne ​mit mehr als 7500 LED-Lämpchen und eine vierstöckige erzgebirgische Pyramide sind die auffälligste Dekoration beim Weihnachtsmarkt in Hildesheim. Zusätzlich wird erstmals die Rückseite des Rathauses durch einen zwölf mal acht Meter großen LED-Lichtervorhang illuminiert. Von den Gondeln des Riesenrads auf dem Platz An der Lilie aus sollte ein guter Blick auf das Markttreiben garantiert sein. Eine besondere Atmosphäre schaffen traditionell die Holzhütten, die um den Marktplatzbrunnen herum aufgebaut sind und die in der Fassadengestaltung den Fachwerkstil alter Hildesheimer Gebäude aufgreifen. Händler bieten darin unter anderem Keramik und andere kunsthandwerkliche Accessoires sowie Bernsteinschmuck an. Als regionale kulinarische Spezialitäten gibt es Hildesheimer Domstollen, Hildesheimer Trüffel und Hildesheimer Rosentaler.

Der Weihnachtsmarkt öffnet bis zum 28. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr. Heiligabend und am ersten Weihnachtstag ist geschlossen, am zweiten Feiertag ab 14 Uhr geöffnet.

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