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00:15 15.04.2017
„Touristischer Magnet“: Die Ith-Sole-Therme in Salzhemmendorf. Foto: Dana
Salzhemmendorf

Der Geschäftsführer der Therme, Hartmut Lielje, begründete den Schritt in die Insolvenz damit, „dass nach Auslauf der langfristigen Finanzierung die beteiligten Banken eine Anpassung der verbliebenen Darlehen an eine marktübliche Tilgungshöhe nicht vereinbart haben“. Die Belastung aus Tilgungsleistungen sei damit „für den Betrieb zu hoch“. Die aktuelle Auslastung der Therme bezeichnete Lielje als „gut“, das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Jahres 2016 sei „positiv“ gewesen.

„Die Therme ist ein großer touristischer Magnet“, bestätigt auch Salzhemmendorfs Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening. Er geht davon aus, dass der Betrieb der Therme weiterläuft. „Ein Insolvenzverfahren ist ja auch eine Chance, etwas auf neue Beine zu stellen“, gibt er sich optimistisch. Eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an der Therme schließt Pommerening aber aus. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer betonte, Besuchern der Therme stünden weiterhin alle Angebote zur Verfügung.

Von der Insolvenz sind 57 Mitarbeiter betroffen. Sie wurden im Rahmen einer Betriebsversammlung über die aktuelle Situation informiert. In einer Pressemitteilung kündigte Meyer an, dass er „schnellstmöglich eine Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten“ werde. Das sogenannte Insolvenzgeld sichert die Löhne und Gehälter der Beschäftigten für die Dauer von drei Monaten.

Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters ist es, „der Therme eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen“. Dazu werde ein Umstrukturierungs- und Sanierungskonzept erarbeitet. Geschäftsfüher Hartmut Lielje zeigte sich ebenfalls „zuversichtlich, dass es gelingt, eine Sanierungslösung umzusetzen“.

Von Maike Lina Schaper

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