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Panorama FDP: Pflichtunterricht hat klar Vorrang
Mehr Welt Panorama FDP: Pflichtunterricht hat klar Vorrang
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00:15 16.09.2017
Von Saskia Döhner
Bildungspolitik ist von herausragender Bedeutung: Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion Christian Grascha (li.),  Björn Försterling, der bildungspolitische Sprecher der FDP in Niedersachsen (Mitte) und Jörg Bode, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender. Quelle: Holger Hollemann
Hannover

"Es ist nicht hinnehmbar, dass vormittags Pflichtunterricht ausfällt und nachmittags Lehrer Kinder betreuen", sagte der schulpolitische Sprecher der FDP, Björn Försterling, am Mittwoch in Hannover. Pädagogen seien primär angestellt, um Unterricht zu erteilen. Um den Pflichtunterricht sicherzustellen, sei eine vierprozentige Unterrichtsreserve nötig. Zurzeit steckten mehr als 55.700 Unterrichtsstunden pro Woche mit realexistierenden Lehrern im Nachmittagsbetrieb, für eine Vertretungsreserve seien 44.600 Stunden nötig. Somit stünden immer noch 400 Lehrer für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung.

Es gehe nicht darum, die Ganztagsschule abzuschaffen, aber in Zeiten des Lehrermangels müsste die Priorität auf dem Pflichtunterricht liegen, sagte Försterling. Das Nachmittagsprogramm müsste wieder von Vereinen und Verbänden übernommen werden, dies würde das Land zusätzlich rund 70 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Um die Inklusion nicht vollends scheitern zu lassen, sollen Eltern ab August 2018 nach Ansicht der Liberalen ihre Kinder wieder in die Förderschule Lernen in die Jahrgänge 1 und 5 einschulen können, wenn sie dies wollten. Ansonsten könnten auch Kooperationsklassen an Regelschulen eingerichtet werden.Ein Moratorium der Inklusion, wie die CDU es will, lehnt die FDP ausdrücklich ab: "Wir können Kinder, Eltern und Schulen nicht hängenlassen und eine Denkpause einlegen."

FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner sagte, Bildungspolitik sei eines der herausragenden Themen im Landtagswahlkampf. Dies bedeute aber nicht, dass man in einer Regierung auch unbedingt das Kultusressort übernehmen müsse. "Es gibt auch andere wichtige Themen." Man werde möglichen Koalitionsverhandlungen nicht vorgreifen.

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