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Panorama Deutliche Worte nach Schlägerei in Sarstedt
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00:15 07.12.2015
Zwölf Männer wurden in andere Unterkünfte gebracht: In der Sarstedter Flüchtlingsunterkunft war es am Mittwoch zu einer Massenschlägerei gekommen.   Quelle: Moras
Sarstedt

Bei der Auseinandersetzung am Mittwochnachmittag hatte es Faustschläge gegeben, ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes wurde leicht verletzt. Insgesamt 75 Beamte mussten eingreifen, um den Streit zu schlichten. Zwölf Männer wurden festgenommen und nach einem Verhör in anderen Unterkünften untergebracht. Noch während die Polizei in Sarstedt war, wurden alle Bewohner zu einer Versammlung zusammengerufen. Frank Müller, stellvertretender Polizeichef in Sarstedt, machte den Bewohnern dort in eindringlichen Worten klar, dass sie sich in einem Rechtsstaat befänden, in dem Regeln einzuhalten seien. Gewalt werde nicht geduldet. Müller appellierte an die Flüchtlinge, sich daran zu erinnern, dass viele von ihnen vor Gewalt und Bedrohung geflohen seien, um Frieden zu finden.

Wer sich nicht daran halte, müsse mit Konsequenzen rechnen, betonte Müller. Und wies darauf hin, dass sich solche Konsequenzen auch auf das Asylverfahren auswirken könnten. „Das war sehr eindrucksvoll und ist bei den Menschen angekommen“, berichtet Maike Müller, Sprecherin der Johanniter. Auch Bürgermeisterin Heike Brennecke, die in die Unterkunft gekommen war, spricht von einer „klaren Ansage“. Die Ansprache wurde in die iranische Sprache Farsi und ins Arabische übersetzt. Die Zuhörer sollen mehrfach applaudiert haben.

Auslöser für Schlägerei weiter unklar

Müller appellierte zugleich an die Flüchtlinge, die eventuell bei der Schlägerei verletzt wurden oder etwas zum Ablauf der Auseinandersetzung sagen könnten, sich bei der Polizeiwache der Unterkunft zu melden. Das ist bis Donnerstagnachmittag nicht geschehen. Nach Angaben der Polizei ist daher bislang nicht klar, was die Schlägerei letztlich ausgelöst hat.

Der Vorfall in Sarstedt ist nicht der erste seiner Art. Erst am vergangenen Freitagabend war es in St. Andreasberg zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, an der 150 Flüchtlinge beteiligt waren. Sechs Personen wurden dabei verletzt. Auch in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Friedland, Braunschweig und Bramsche (Kreis Osnabrück) war es in den vergangenen Monaten zu Schlägereien mit teilweise mehr als 100 Personen gekommen.

Grundsätzlich beruhigt sich die Situation in den Aufnahmeeinrichtungen aber im Moment - auch wenn für das kommende Jahr doppelt so viele Asylsuchende wie 2015 erwartet werden. Kamen im November noch bis zu 1900 Personen pro Tag nach Niedersachsen, sind es derzeit nur 800 bis 1000. Außerdem wurden die völlig überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes entlastet, indem Flüchtlinge direkt an die Kommunen weitergegeben wurden.

„Es ist hier ruhiger geworden, was Auseinandersetzungen in der Landesaufnahmebehörde angeht“, sagt ein Sprecher der Polizeidirektion Braunschweig. Das liege daran, dass dort statt 5000 Menschen derzeit nur etwa 3200 untergebracht seien. Ursprünglich ausgelegt war die Einrichtung für 700 Personen.

Von Peter Hartmann und Heiko Randermann

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