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15:19 15.11.2017
Papst Franziskus segnet einen Lamborghini, der ihm vom italienischen Sportwagenhersteller geschenkt wurde. Quelle: AP
Rom

Sogar für die eigene Verwandtschaft ist es oft schwierig, das passende Geschenk zu finden. Doch was bringt man erst einem Papst mit? Einem, der nahezu täglich etwas überreicht bekommt. Da ist Kreativität gefragt. Und nicht böse sein, wenn der Papst das Geschenk einfach weitergibt, so wie er es jetzt einmal wieder getan hat.

Prinz Charles und seine Frau Camilla überreichten dem Papst einen großen Präsentkorb mit Produkten des königlichen Landsitzes in Highgrove. Quelle: AFP

Der für seine Bescheidenheit bekannte Franziskus hat ein üppiges Präsent des italienischen Sportwagenherstellers Lamborghini ausgeschlagen. Dem katholischen Kirchenoberhaupt ist dem Vatikan zufolge am Mittwoch eine Extra-Anfertigung des Modells „Hurucan“ übergeben worden. Gemäß der gelb-weißen Vatikan-Farben ist das Auto mit goldfarbenen Linien versehen. Statt den Wagen, der schneller als 300 Stundenkilometer fahren kann, etwa als künftiges Papamobil zu nutzen, soll er auf Wunsch des 80-Jährigen nun versteigert werden. Bei der Übergabe des Papst-Flitzers signierte Franziskus das Auto noch schnell – das steigert seinen Wert. Der Ertrag aus der Auktion soll unter anderem Wohltätigkeitsorganisationen zugute kommen, die im Exil lebenden Christen aus dem Irak bei der Rückkehr in ihre Heimat helfen und sich um Opfer von Menschenhandel in Italien kümmern.

Franziskus ist ein Meister im Weiterverschenken

Überhaupt verschenkt Franziskus gern weiter. 2016 bekam er bei einer Audienz von Albert Ritter, dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes, gleich 1000 Freikarten für die Cranger Kirmes, dem größten Volksfest in Nordrhein-Westfalen, überreicht. Wilde Karussellfahrten scheinen offenbar nicht des Papstes Lieblingsbeschäftigung zu sein – er gab die Karten an 700 Kinder weiter, die im August 2017 ihren Spaß auf dem Rummel hatten.

Der Youtuber MatPat überreichte Franziskus im vergangenen Jahr bei einer Konferenz im Vatikan das Computerspiel „Undertale“. Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit habe ihn zu dem Geschenk inspiriert, sagte MatPat damals. Denn auch in dem Rollenspiel ginge es um tiefgreifende moralische Entscheidungen und letztlich um Barmherzigkeit. Dass Franziskus nun gelegentlich zockt, ist eher unwahrscheinlich. Genauso wie man den reisefreudigen 80-Jährigen nicht mit einem Motorrad durch den Vatikan brausen sieht – und das, obwohl er einst zwei Harley-Davidson überreicht bekommen hatte. Die Dyna Superglide mit stattlichen 1585 ccm Hubraum wurde im Auktionshaus Bonhams versteigert. Der Erlös: 241.500 Euro. Vom zweiten Motorrad fehlt unterdessen jede Spur. Unbekannt verzogen hat sich auch die Kuh, die eine italienische Familie als Gastgeschenk vorgesehen hatte. Und Boliviens Staatspräsident Evo Morales überreichte dem Papst einen Beutel mit Kokablättern. Auch der Verbleib dieses Geschenks ist nicht überliefert.

Eine Riesen-Praline, 1,5 Tonnen schwer

Pralinen eignen sich übrigens immer gut als Mitbringsel. Man sollte es bloß nicht übertreiben – selbst für den Papst nicht. Regelrecht erschrocken war der Pontifex deshalb, als ihm der Verband des Lebensmittelhandwerks und die „Accademia Maestri Cioccolatieri“ eine Riesen-Praline als Abbild seiner selbst überreichte. Lebensgroß. Aus massiver Schokolade. Rund 1,5 Tonnen soll das Ungetüm gewogen haben. So viel Süßes wurde selbst Franziskus zu viel. Er schenkte die Skulptur daher der örtlichen Caritas.

Von hma/RND

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