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Panorama Der Harz startet in die Wintersportsaison
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12:36 16.12.2017
Quelle: Swen Pförtner/dpa
Braunlage

Ungewöhnlich früh ist der Harz in die Wintersportsaison gestartet. Zum Wochenende erwartet der Tourismusverband einen Ansturm von Wintersportlern. „Einen Saisonstart schon vor Weihnachten haben wir seit mindestens fünf Jahren nicht mehr gehabt“, sagt Sprecherin Christin Wohlgemuth. Eine frühe Anfahrt empfiehlt sich also, damit die Zeit im Auto nicht zur Geduldsprobe wird. Auch kann es sich lohnen, Alternativen zu den großen Wintersportzentren in Erwägung zu ziehen.

Am vollsten dürfte es wieder einmal in Braunlage werden. Dort ist das Skigebiet Hexenritt seit Freitag geöffnet, am Nordhang laufen zwei Lifte. Ein Wermutstropfen für Freunde längerer Abfahrten: Die Wurmbergseilbahn, die zur Panorama-Talabfahrt führt, steht noch still. Als Zielort für Familien bietet sich besonders Hahnenklee an. Wer es nicht auf rasante Abfahrten anlegt, kommt dort beim Skifahren, Rodeln oder Winterwandern auf seine Kosten. „Wer es etwas anspruchsvoller mag, ist am Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg richtig“, meint Wohlgemuth. Harz-Besucher, die für das Wochenende noch eine Unterkunft suchen, müssen sich flexibel zeigen. Schon wegen der Weihnachtsmärkte in der Umgebung sind die Hotels gut gebucht.

Den Tag im Schnee kann man auf den Märkten ausklingen lassen. Zu den Klassikern Goslar und Wernigerode gesellt sich am dritten Adventswochenende die „Wipfelweihnacht“ in Bad Harzburg. Am Sonnabend und Sonntag zwischen 16 und 20 Uhr wird der Baumwipfelpfad illuminiert. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Ski Alpin: Einfach oder anspruchsvoll

Am Wurmberg in Braunlage sind das Skigebiet Hexenritt und die Nordhang-Lifte geöffnet – „etwas für anspruchsvolle Alpinfahrer“, heißt es beim Tourismusverband. Erst am Freitag, 22. Dezember, soll dagegen nach Angaben des Betreibers die Wurmbergseilbahn in Bewegung gesetzt werden, die zur 1,5 Kilometer langen Panoramaabfahrt von Niedersachsens höchstem Berg führt. Im Skigebiet Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg sind vier von fünf Pisten geöffnet. Mit Kindern eignet sich besonders auch der Bocksberg in Hahnenklee. Dort wird eine spezielle Familienabfahrt mit Übungslift angeboten.

Mit Schlitten: Rodelbahnen auch mit Lift

In Torfhaus ist der Rodellift „Brockenblick“ an diesem Wochenende jeweils von 9 bis 15 Uhr geöffnet. In Hahnenklee können Rodler die Kabinenbahn nutzen. Am Ski- und Rodelzentrum Hohegeiß fährt der Rodellift „Hasental“ zwischen 9.30 und 16.30 Uhr, am Sonnabend ist zusätzlich von 19 bis 21 Uhr Rodeln bei Flutlicht möglich. Kinderrodelbahnen finden sich zum Beispiel in Braunlage auf der Rathauswiese, in Sankt Andreasberg am Kurhaus und in Schierke vor der Tourist-Information. Wer sich lieber auf Kufen fortbewegt, findet geöffnete Eislaufbahnen in Braunlage, Bad Harzburg und Bad Sachsa.

Ski Langlauf: 161 Kilometer Loipen sind gespurt

Ein guter Anlaufpunkt für Langläufer ist Sankt Andreasberg, wo sich vor allem am Sonnenberg Loipen finden, 37 Kilometer sind dort zurzeit gespurt. Weitere acht Kilometer stehen im Ort und fünf Kilometer im Bereich Oderbrück bereit. Ein besonders gutes Streckennetz hat mit derzeit 40 Kilometern Schierke im Ostharz zu bieten. Braunlage, bekannter als Mekka der Alpin-Skifahrer, folgt mit bisher 30 Kilometern. Auch in Torfhaus, wohin es insbesondere Rodelfans zieht, können Langläufer Runden drehen, zurzeit auf drei Loipen mit insgesamt 20 Kilometer Länge. Kürzere Strecken, auf denen Kinder und unerfahrene Erwachsene gut üben können, finden sich in Altenau, Buntenbock und Hahnenklee.

In Stiefeln: Auf gewalzten Wegen

Mehr als 200 Kilometer Winterwanderwege sind nach Angaben des Tourismusverbandes bereits gewalzt worden. Für Familien empfiehlt der Harzer Tourismusverband die Region Hahnenklee. „Da ist die absolute Mehrheit der Wege schon präpariert“, sagt Sprecherin Christin Wohlgemuth. Spaziergänger mit kleinen Kindern könnten beispielsweise den 1,2 Kilometer langen Jägerstieg oder den 1,4 Kilometer langen Märchenweg als Einstieg nutzen. Sollte es tauen, wieder frieren und dadurch glatt werden, würden auf den Schneewanderwegen aus Sicherheitsgründen zusätzlich Sägespäne gestreut.

Von Gabriele Schulte

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