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Panorama Das war der April 2017
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18:38 21.12.2017
Jahresrückblick April 2017: Anfang April wird Borussia Dortmund Ziel eines Bombenanschlags, ein rechtsextremes Netzwerk in der Bundeswehr wird aufgedeckt, Wladimir Klitschko verliert seinen letzte Kampf und in der Türkei entscheidet das Volk für ein Präsidialsystem. Quelle: dpa/RND-Montage

Anschlag auf den BVB-Bus

Erst töten, dann kassieren: Mit drei Bomben soll Sergej W. versucht haben, Spieler von Borussia Dortmund zu töten – um sich über eine Wette am Kapitalmarkt zu bereichern. Anfang April, vor einem Champions-League-Spiel des BVB, kam es zu dem Anschlag. Ein BVB-Spieler wurde dabei verletzt. Gespielt wurde trotzdem. Der Anschlag sollte offenbar die Aktie von Borussia Dortmund drücken. Der Attentäter hatte zuvor sogenannte Put-Optionen für 78.000 Euro gekauft. Wäre sein Plan aufgegangen, hätte er ein Vielfaches verdienen können. Ende Dezember beginnt in Dortmund der Prozess gegen Sergej W..

Anfang April explodierten am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund drei Sprengsätze. Ein Spieler und ein Polizist wurden teils schwer verletzt.

 

 

USA werfen „Mutter aller Bomben“ über Afghanistan ab

Sie gilt als die „Mutter aller Bomben“ und verursacht eine riesige Explosion: Wer den Einschlag der GBU-43 wahrnimmt, so heißt es, ist länger beeindruckt. Diesen Sprengkörper haben die US-Streitkräfte Mitte April erstmals eingesetzt – gegen IS-Terroristen in Afghanistan. Die Bombe galt auch als Warnung an Nordkorea – die USA sind handlungsfähig.

Die USA werfen auf Afghanistan die „Mutter aller Bomben“ im Kampf gegen den IS. Quelle: imago/ZUMA Press

 

 

Die Türkei sagt „Ja“ zum Präsidialsystem

Erdogan und der Traum de Alleinherrschaft: In den Wochen vor dem Referendum hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sein Land gespalten wie nie zuvor. Der Tag der historischen Entscheidung Mitte April zeigt dies noch einmal mit aller Dramatik. Er endet mit einem knappen Ergebnis. Und bei allem Widerspruch der Opposition mit einem Gewinner: Erdogan. Die türkische Opposition, die eine Ein-Mann-Herrschaft Erdogans befürchtet, kritisierte Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung und kündigte Einspruch an.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Quelle: dpa

 

 

Der Fall Franco A. – Ein rechtsextremistisches Netzwerk in der Bundeswehr

Der Syrer, der keiner war: Im bayerischen Hammelburg wird ein unter falschem Namen als syrischer Flüchtling getarnter Bundeswehr-Oberleutnant festgenommen. Der 28-jährige Franco A. soll einen rechtsterroristischen Anschlag geplant haben. Der Verdacht lässt sich später nicht erhärten. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kritisiert „Führungsschwächen“ in der Armee und lässt Wehrmachtsymbole aus den Kasernen entfernen. Es soll darüber hinaus Hinweise auf ein rechtsextremistisches Netzwerk in der Bundeswehr gegeben haben.

Ein Blick in die Stube von Franco A. im französischen Illkirch. Das Material, das dem RND vorliegt, zeigt unter anderem das Gehäuse eines Sturmgewehrs vom Typ G 36 mit eingeritztem Hakenkreuz und ein Wand-Graffiti mit „H…H“. Hier gibt es die Bilder.

 

 

Der letzte Kampf einer Boxlegende

Technisches K.o.: In London verliert der Ukrainer Wladimir Klitschko seinen Schwergewichts-Boxkampf gegen den Briten Antony Joshua. Dabei sollte es Ende April der Abend des Wladimir Klitschko werden. Nach dem Kampf stehen die Zeichen dann auf Abschied: „Geben Sie mir Zeit“, sagte der Box-Weltmeister nach dem Kampf – und wusste wohl schon damals insgeheim, dass er sich aus dem Profisport zurückziehen würde. Anfang August verkündete Klitschko dann sein Karriereende: „Ich habe als Amateur und Profi alles erreicht und kann jetzt gesund und zufrieden die spannende Karriere nach der Karriere angehen.“

Wladimir Klitschko schaffte das Unmögliche: Neun Jahren lang war er Boxweltmeister der IBF, WBO, WBA und IBO im Schwergewicht. Zuletzt musste er mit 41 Jahren herbe Niederlagen einstecken. Ein Außnahme-Sportler bleibt er nach 21 Jahren Boxen dennoch. Von 69 Kämpfen gewann er 54 durch K.O.

Von fw/RND

Es war eine der spektakulärsten Verbrecherjagden der Nachkriegszeit: Dann wurde der Einbrecher Bruno Fabeyer, der einen Polizisten in Hunteburg im Kreis Osnabrück erschossen hatte, festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Rückblick auf eine 50 Jahre alte Geschichte, viele Menschen immer noch nicht loslässt.

24.12.2017

Die antisemitische Attacke auf einen Berliner Gastwirt sorgt weiter für Empörung. Israels Botschafter besuchte das Restaurant, der Präsident des Zentralrats der Juden zeigte sich erschüttert – und auch Facebook ringt sich zu einer Reaktion durch.

21.12.2017

Ein Streit unter Schülern hat in Oldenburg für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Die beiden Gruppen waren auf dem Schulhof aneinander geraten. Einige der rund 20 Jugendlichen trugen Messer und Pfefferspray bei sich. 

21.12.2017