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Panorama Das traurige Ende einer Zweckehe
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10:57 16.12.2016
Nimmt kein Blatt vor den Mund: Putzfrau Susi Neumann. Quelle: dpa
Berlin

Von der SPD erwartet Susi Neumann nichts mehr. Nichts außer einem empfindlichen Absturz bei den Wahlen im nächsten Jahr. Die Prognose der Putzfrau aus Gelsenkirchen zur Bundestagswahl: „Die werden so auf die Fresse kriegen.“ Die Vorhersage für die Landtagswahl in NRW: „Es wird hier so schlimm ausgehen.“

Im Frühjahr trat Neumann medienwirksam­ in die SPD ein und wurde zur bekanntesten Reinigungskraft Deutschlands. Sie ist die Frau, die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei „Anne Will“ Paroli bot und dann Parteichef Sigmar Gabriel die Frage des Jahres gestellt hat. In Parteikreisen nennt man es die Susi-Frage: „Warum bleibt ihr dann bei den Schwatten?“ Gabriel wand sich, konterte, sagte schließlich: „Das ist nicht fair.“

SPD-Granden reagieren mittlerweile genervt

Seitdem ist viel passiert. Susi Neumann blieb das ganze Jahr über ein Medienstar. Nur die SPD-Granden Gabriel und Kraft machen sich rar. „Von der SPD höre und sehe ich nichts“, beklagt sich Neumann. Als der SPD-Chef in Gelsenkirchen auftrat, reagierte er eher genervt, als er sah, dass Neumann in der ersten Reihe saß.

Wenn man so will, hat die Susi-Frage dazu geführt, dass die Genossen in Berlin jetzt regelmäßig mit Linken und Grünen sondieren, zuletzt am Sonntag unter Teilnahme der DGB-Spitze. Doch in Gelsenkirchen kommt das nicht gut an. „Das ist die absolute Verzweiflung, dass sie jetzt wieder auf die Gewerkschaften zugehen“, sagt Neumann. Rot-Rot-Grün werde im Bund sowieso nicht reichen, glaubt sie und variiert ihren berühmtesten Satz: „Nur mit den Schwatten kann die SPD wieder regieren.“

Susi: Der Sozialabbau wird weitergehen

Es ist ein Ausblick ohne Hoffnung. „Merkel macht weiter. Sie wird den Schwur leisten zum Wohle des deutschen Volkes. Doch bei ihr heißt das: zum Wohle Europas und der Wirtschaft. Der Sozialabbau wird weitergehen, nichts wird sich ändern.“

In der Partei bleibt sie dennoch, und sie hofft, dass ihre Interviews die Genossen zum Nachdenken bewegen. Bald erscheint ihr erstes Buch. Neumann wird nie aufhören zu kämpfen, auch nicht gegen den Krebs. Die Krankheit schien besiegt, nun kam sie zurück. „Ich kann noch ein paar Jahre haben“, sagt sie. Ruhe geben wird sie nicht.

Von RND/Jan Sternberg

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