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19:24 14.02.2017
Marita Kötter ist die jüngste geprüfte Bestatterin Niedersachsens.  Quelle: Benjamin Havermann
Lähden

Mit 22 Jahren hat man in der Regel wenig mit dem Tod zu tun. Doch bei Marita Kötter aus Lähden im Landkreis Emsland ist das anders. Sie steht regelmäßig vor der sensiblen Aufgabe, Angehörige bei der Beerdigung eines geliebten Menschen zu beraten. Da sie ihre Ausbildung schon so jung abgeschlossen hat, ist sie nun die jüngste Bestatterin Niedersachsens - so hat es ihr der Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes mitgeteilt.

Mit acht im Leichenwagen

„Seit der siebten oder achten Klasse stand für mich fest, dass ich das machen will“, sagt Kötter. Als sie etwa acht Jahre alt war, wollten ihre Eltern sie noch vor der Begegnung mit dem Tod schützen. „Guck aber nicht hinten rein“, hätten sie gesagt, als sie mit ihrer Tochter im Leichenwagen fuhren. Doch mit 14 Jahren hatte sich das junge Mädchen entschieden, dass sie Bestatterin werden möchte - und half Mutter und Vater bei der Arbeit.

Der Kontakt mit trauernden Menschen habe ihr nie etwas ausgemacht. „Das war immer ein Bestandteil meines Lebens“, sagt die 22-Jährige. Ein Grund dafür sei gewesen, dass die Räume des Bestattungsunternehmens direkt am Wohnhaus der Familie angrenzten. Das habe ihr die nötige Distanz gebracht, nicht selbst emotional betroffen zu sein, sagt Kötter. Manchmal ließe sich das aber auch nicht vermeiden, etwa bei Bekannten oder jungen Menschen. „Dann denkt man schon mal, ob der Job auch der richtige ist.“ Die wertvolle Resonanz in den übrigen Fällen wiege das aber wieder auf. „Es geht ja nicht in erster Linie um den Verstorbenen, sondern um die Dienstleistung“, sagt sie.

Das nötige Fingerspitzengefühl habe Kötter sich bereits erarbeitet. „In der Anfangszeit war ich schon sehr nervös“, sagt sie. „Man kann sich ja auch nicht wirklich vorbereiten.“ Inzwischen lasse sie die Gespräche auf sich zukommen und stelle sich dann auf die Situation ein. Und sie habe schließlich auch noch etwas Zeit, um zu lernen.

Eigene Akzente setzen

Inzwischen habe sie auch schon ein paar eigene Akzente im Unternehmen der Eltern setzen können, sagt die junge Bestatterin. So sei die Dokumentation der Aufträge inzwischen besser strukturiert und ein paar kreative Ideen bei der Gestaltung der Traueranzeigen habe sie einbringen können.

Noch in diesem Jahr möchte sie die Meisterprüfung bestehen. Bis sie das Bestattungsunternehmen einmal führt, hat es aber noch ein bisschen Zeit, sagt sie. „Das passiert sicher nicht in den nächsten fünf Jahren.“

Von Nils Oehlschläger

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