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Panorama Zwei Tote bei Unwetter
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23:25 22.06.2017
Ein Feuerwehrmann zersägt in Ebstorf (Landkreis Lüneburg) einen umgestürzten Baum. Quelle: dpa

Schweres Unwetter in der Region

Eine schwere Gewitterfront hat am Abend in Hannover zahlreiche Schäden verursacht. Unter anderem stürzte ein Baum auf eine Stadtbahnstrecke und Keller sind voll Wasser gelaufen, im Opernhaus musste eine Vorstellung wegen eines Wasserschadens unterbrochen werden. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

Hannover: Üstra stellt Stadtbahnbetrieb ein

Wegen des starken Unwetters am Abend hat die Üstra auf Twitter um 21.17 Uhr vermeldet, dass sie den Stadtbahnverkehr einstellen. Infos folgen.

Guns N' Roses Konzert wurde unterbrochen

Wegen des aktuellen Unwetters wurde das Konzert von Guns N' Roses auf dem Messegelände um 20.45 Uhr unterbrochen. Die Besucher werden in die Messehallen 24, 25 und 26 gebeten.

Zugverkehr eingestellt

Wegen eines heftigen Unwetters hat die Deutsche Bahn den Verkehr auf den Fernverkehrsachsen Hannover/Hamburg, Hannover/Bremen, Magdeburg/Braunschweig, Magdeburg/Stendal und Magdeburg/Berlin weitgehend eingestellt. Die Strecken Berlin-Hamburg sowie Berlin-Hannover sind wieder frei, der Zugverkehr läuft an.

Die Strecken von Hannover und Bremen nach Hamburg bleiben hingegen voraussichtlich bis zum Freitagmorgen gesperrt, wie die Bahn in Berlin mitteilte. In Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel habe die Bahn deshalb Züge mit Schlafwagen bereitgestellt, damit gestrandete Fahrgäste die Nacht dort verbringen könnten.

Auch der Regionalverkehr ist betroffen. So fallen beim Metronom auf den Linien von Uelzen, Bremen und Cuxhaven nach Hamburg die Züge aus oder fahren nur mit Verspätungen, teilte das Bahnunternehmen mit. Grund für die Sperrungen sind umgestürzte Bäume, die die Oberleitungen beschädigten.  

Auf diesen Bahnstrecken gibt es Ausfälle und Verspätungen:

  • RE 2 (Uelzen - Suderburg) - Suderburg-Hannover ist frei, jedoch mit Verspätungen von 40 Minuten
  • RE 10 (Hannover - Hildesheim - Goslar)
  • RB 32 (Lüneburg - Dannenberg)
  • RB 37 (Bremen - Soltau - Uelzen)
  • RB 38 (Buchholz - Soltau - Hannover)
  • RB 42 (Braunschweig - Bad Harzburg)
  • RB 43 (Braunschweig - Goslar)
  • RB 47 (Uelzen - Gifhorn - Braunschweig)

Folgende Strecken blieben am Donnerstag bis zum Betriebsschluss um 3.00 Uhr gesperrt:

  • RE 3 / RB 31 (Uelzen – Lüneburg – beide Richtungen) - Seit 18 Uhr sind dort Busse im Einsatz, die auch in Bienenbüttel und Bad Bevensen halten.
  • RE 4 / RB 41 (Hamburg – Buchholz-Scheeßel - beide Richtungen) - Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet
  • RE 5 (Stade – Hamburg - beide Richtungen) - Der Abschnitt zwischen Stade und Cuxhaven ist ab 19 Uhr wieder freigegeben.

Eingeschränkt fahren Züge auf diesen Strecken:

  • RB 31 Lüneburg - Hamburg
  • RB 41 Bremen - Scheeßel

Der DWD hatte seit dem Vormittag eine Warnung vor schweren Gewittern mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel herausgegeben. Neben Niedersachsen, Bremen und Hamburg galt sie auch für Teile Schleswig-Holsteins. Auch in Teilen der Region Hannover wurde vor Unwettern gewarnt (zur aktuellen Warnlage beim DWD). Die Warnung ist inzwischen aufgehoben.

Für Bahnreisende in Hannover

Im Hauptbahnhof drängen sich die gestrandeten Bahnreisenden dicht an dicht. Die Deutsche Bahn hat im Hauptbahnhof Hannover einen sogenannten Hotelzug für Gestrandete bereitgestellt.  

Tornado in Hamburg gesichtet

Eine erste Gewitterfront traf am Mittag Hamburg. Bereits in der ersten halben Stunde war die Feuerwehr zu drei Dutzend Einsätzen wegen des Unwetters ausgerückt, sagte ein Sprecher am Mittag - "und es werden permanent mehr". Nach Angaben des DWD entstand in Hamburg sogar ein Tornado. Dächer wurden abgedeckt, Scheunen fielen in sich zusammen, bis zum Mittag gab es 250 Einsätze für die Feuerwehr. Im Kreis Harburg hinterließ das Gewitter eine Schneise der Verwüstung. Anders als die Rettungskräfte vor Ort wollte der DWD hier allerdings nicht von einem Tornado sprechen.

Auch im Nordosten Niedersachsens waren die Feuerwehren bereits am Mittag im Dauereinsatz. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stürzten zahlreiche Bäume um. "Uns liegen schon jetzt mehr als 30 entsprechende Meldungen vor", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg. Besonders schwer hat es die Landkreise Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg getroffen. "Die Feuerwehren sind im Großeinsatz", sagte er.

Zwei Tote durch Unwetter

Im Kreis Uelzen kam ein 50-jähriger Mann ums Leben. Er wartete während des Sturms in einem Auto auf einem Parkplatz in Holdenstedt, als ein Baum auf den Wagen krachte. Seine Frau überlebte leicht verletzt, für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Ganz in der Nähe wurde eine Radfahrerin ebenfalls von einem umkippenden Stamm schwer verletzt.

Im Kreis Gifhorn starb außerdem eine 83 Jahre alte Frau, nachdem sie mit ihrem Auto durch das Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren war. 

Nach ersten Stationsmeldungen des Deutschen Wetterdienstes fielen etwa in der Station Königsmoor zwischen Hamburg und Bremen am Donnerstag 22 Liter Regen pro Stunde. "Bei 25 Litern liegt die Schwelle zum Unwetter", sagte DWD-Meteorologin Julia Schmidt.

Einlass beim Hurricane-Festival verzögert sich

Das Unwetter hat Auswirkungen auf das Hurricane-Festival in Scheeßel (Kreis Rotenburg), das mit rund 70.000 Besuchern zu den größten größten Musikfestivals Deutschlands zählt. Die Veranstalter warnten Besucher am Vormittag vor dem aufziehenden Gewitter und rieten, umgehend Autos aufzusuchen und sich nicht im Freien aufzuhalten. 

Der Einlass zum Festival verzögerte sich wegen des Unwetters. Besucher, die mit der Bahn ankommen, wurden vorübergehend in eine Schutzunterkunft weitergeleitet. Alle Besucher, die ihre Anreise noch nicht angetreten haben, wurden von den Veranstaltern gebeten, lieber am Freitag anzureisen. 

Behinderungen auf den Autobahnen

Auf den Autobahnen in Niedersachsen gab es Behinderungen auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover, dort warnte die Verkehrsmanagementzentrale vor Gefahr durch umgestürzte Bäume zwischen Evendorf und Bispingen. Ein Baum bremste auch den Verkehr auf der A1 zwischen Hamburg und Bremen bei Hollenstedt aus.

Weitere Gewitter drohen 

Der DWD warnt vor weiteren schweren Gewittern im Norden und in der Region. "Am Abend und in der Nacht drohen im Norden weiterhin Gewitter mit Hagel und Starkregen", sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Im Hinblick auf das Hurricane sagte er: Natürlich könne ein Unwetter im Freien sehr gefährlich sein - etwa wenn Blitze einschlügen, große Hagelkörner herunter kämen oder Panik wegen eines solchen Wetterereignisses ausbreche.

Bereits im Vorjahr war ein schweres Unwetter über das Festivalgelände in Scheeßel hinweggezogen und hatte zu einem vorübergehenden Abbruch geführt. Mehrfach ließen die Veranstalter das Gelände räumen, Starkregen setze die Zeltplätze unter Wasser.

 

frs/ewo/kad/pah/lni

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