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Panorama Busfahrerin von eigenem Bus erdrückt
Mehr Welt Panorama Busfahrerin von eigenem Bus erdrückt
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21:38 05.10.2016
Tragisches Unglück in Leipzig. Eine Busfahrerin ist von ihrem Fahrzeug erdrückt worden. Quelle: dpa
Leipzig

Die Fahrerin eines Linienbusses ist am Mittwoch in Leipzig bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie wurde im Stadtteil Wahren von ihrem eigenen Bus erfasst und an einem Lichtmast eingeklemmt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die 55 Jahre alte Frau erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.

Wie sich herausstellte, hatte sie vergessen, die Feststellbremse ihres Fahrzeugs zu aktivieren, ehe sie ausstieg. Die Busfahrerin hatte an einer Haltestelle gestoppt, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Anschließend konnte sie den Motor nicht mehr starten und keinen Gang einlegen, wie die Polizei berichtete. „Es gab ein technisches Problem am Bus, wahrscheinlich einen Kupplungsschaden“, berichtete Polizeisprecherin Katharina Geyer der „Leipziger Volkszeitung“.

Bus drückt Frau gegen Lichtmast

Nach einem Telefonat mit dem technischen Leiter ihres Arbeitgebers stieg sie aus, um am Heck des Busses den Hauptschalter des Fahrzeugs zu betätigen, mit dem die Elektronik neu gestartet wird. Plötzlich setzte sich der Bus auf der leicht abschüssigen Straße in Bewegung. Die Frau habe noch versucht, wieder ins Fahrzeug zu gelangen, berichtete die „LVZ“. Sie sei jedoch vom Bus erfasst und an einen Lichtmast gedrückt worden.

Ein Notarzt, der per Rettungshubschrauber zur Unglücksstelle gebracht worden war, konnte nur noch den Tod der Verunglückten feststellen. Zwei Insassen des Busses, die das Unglück am Morgen verfolgt hatten, sowie ein Passant erlitten Schocks. Sie wurden von einem Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams der Polizei betreut.

Erschüttert zeigte sich der Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe, Marc Backhaus. „Die Betroffenheit ist groß, wir sind sehr schockiert und in Gedanken bei der Familie der Fahrerin“, sagte er. Die Frau war seinen Angaben zufolge bei einem Busunternehmen angestellt, das im Auftrag der Verkehrsbetriebe vorübergehend im Schienenersatzverkehr unterwegs ist.

Von dpa/RND/wer