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Panorama Bundeswehr verkauft geheimes Tanklager
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00:19 13.09.2014
Von Gabriele Schulte
Ohne Courtage: Mit diesem Bild wird das Tanklager im Internet angeboten. Quelle: Archiv
Hademstorf

Das „Tanklager Hodenhagen“ liegt versteckt in einem Kiefernwald beim sieben Kilometer von Hodenhagen entfernten Dorf Hademstorf. „Der Meistbietende erhält den Zuschlag“, sagt Karsten Reddies von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. In der Zeit des Kalten Krieges, als das unterirdische Nato-Pipeline-System ausgebaut wurde, bevorzugte das Militär ortsfremde Namen, um den Feind zu verwirren. Die Tanklager, von denen es bundesweit noch 16 gibt, tauchen weder in Flächennutzungsplänen noch Grundstückskatastern auf. Die Gelände sind durch hohe Zäune und Wachpersonal gesichert, in Hademstorf noch sechs Männer; Erde mit Pflanzenbewuchs tarnt die Tanks. Das alles diente dazu, im Ernstfall einen gesicherten Treibstoffvorrat zu haben.

Der Abbau der Notfallreserve stehe im Zusammenhang mit der Reduzierung der Streitkräfte, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch auf Anfrage. „Die Notwendigkeit des Unterhalts wird in Zeiten der Neuausrichtung der Bundeswehr nicht mehr gesehen.“ Wie das Bundesamt für Infrastruktur der Bundeswehr in Bonn bestätigte, ist bereits vor längerer Zeit das Tanklager Schäferhof im Kreis Nienburg verkauft worden – an ein gewerbliches Tanklagerunternehmen. Auch das Lager im Kreis Oldenburg stehe zum Verkauf, sodass in Niedersachsen nur das Tanklager in Bramsche weiterhin in Betrieb bleibe. Von dort verläuft die nun angebotene unterirdische Leitung, die mit einer Stichleitung nach Schäferhof bis Hademstorf reicht. „Die Fernleitung kann grundsätzlich auch für andere Flüssigkeiten verwendet werden“, heißt es aus Bonn. „Eine Verwendung als Schutzrohr für Stromkabel wäre ebenfalls denkbar.“

Die Kommunen sind informiert und warten ab. Noch hat sich kein ernsthafter Interessent wegen des 1972 errichteten Tanklagers Hodenhagen an die Bundesanstalt für Immobilien gewandt. Auch das Anfang Januar stillgelegte, etwa gleich große „Tanklager Oldenburg“ in Littel bei Wardenburg harrt noch eines Käufers. Infrage kommen vor allem Unternehmen, die für private Flughäfen oder Fluggesellschaften Treibstoff lagern wollen – wie es unter der Ägide der Bundeswehr bereits geschieht. „Der Meistbietende erhält den Zuschlag“, sagt Karsten Reddies von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

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