Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Wem gehört das Zahngold nach dem Tod?
Mehr Welt Panorama Wem gehört das Zahngold nach dem Tod?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:01 21.08.2014
Mitarbeiter eines Hamburger Krematoriums hatten sich an herrenlosem Zahngold bereichert. Quelle: dpa
Erfurt

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat darauf gestern eine Antwort gegeben: Die Krematorien sind zwar nicht die neuen Eigentümer, urteilten die Richter, sie dürfen aber das „herrenlose“ Zahngold an sich nehmen.

In dem verhandelten Fall ging es um eine Schadensersatzklage der Hamburger Friedhöfe gegen einen ehemaligen Mitarbeiter. Dieser hatte gemeinsam mit Kollegen jahrelang Gold aus der Asche gesammelt und verkauft. Innerhalb von acht Jahren waren so rund 31 Kilogramm zusammengekommen. Der Betreiber des Krematoriums verlangt von dem Mann den Erlös der Verkäufe aus den Jahren 2003 bis 2009 zurück – insgesamt 255.000 Euro. Der Verkäufer argumentiert, dass das Gold der Toten niemandem gehört – und es deshalb keinen Diebstahl geben könne.

Das Gericht sah das anders. Es verwies den Fall zwar zur erneuten Verhandlung an das Landesarbeitsgericht Hamburg. Es entschied aber grundsätzlich, dass das Krematorium einen Schadensersatzanspruch habe, wenn ein Arbeitnehmer Zahngold an sich nehme. Das Krematorium dürfe über die „herrenlosen“ Prothesen verfügen – auch wenn es nicht automatisch Eigentümer sei. Das haben die Hamburger auch getan: Mit dem Verkauf von Prothesen sollen sie sogar eine Weihnachtsfeier finanziert haben. Inzwischen wurde das Sammeln von Zahngold in Hamburg untersagt.

von Stefan Engelbrecht

Panorama Neue Sternwarte eröffnet Freitag - Der Milchstraße ganz nah

Wo es am dunkelsten ist, leuchten die Sterne am hellsten. Sankt Andreasberg im Harz kann sich besonderer Dunkelheit rühmen: Laut Bundesamt für Naturschutz gehört es zu den sechs besten Sternenbeobachtungsorten in Deutschland.

Gabriele Schulte 21.08.2014
Panorama Umstrittene Pläne - Hamburger Drahtseilakt

Die Bürger der Hansestadt streiten um eine Seilbahn über die Elbe, 35 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Am Sonntag wird in einer Abstimmung über das Bauvorhaben entschieden, rund 200.000 Hamburger sind wahlberechtigt.

21.08.2014

Drei spielende Kinder haben auf dem Gelände einer Grundschule in Upgant-Schott (Kreis Aurich) am Donnerstag ein schwer verletztes Mädchen gefunden.

21.08.2014