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Panorama Kaum Beweise für Beteiligung am Berlin-Attentat 
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13:09 12.12.2017
Angeklagt wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung: Der Hildesheimer Hassprediger Abu Walaa im Oberlandesgericht in Celle. Quelle: dpa
Celle/Hildesheim

Wir wissen, dass es szenetypische Kontakte gab, das war ja auch ein überschaubarer Kreis.“ Doch ob es zum Beispiel in einem halbstündigen Vier-Augen-Gespräch in der Hildesheimer DIK-Moschee wirklich darum ging, den Anschlag abzusegnen, sei nach dem aktuellen Kenntnisstand nicht klar genug, um eine Verurteilung wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Ein ARD-Beitrag auf Basis von Vermerken des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen legt nahe, dass es in dem Gespräch um den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr ging.

Unterdessen hat die Bundesanwaltschaft entschieden, keine Ermittlungen gegen einen V-Mann des LKA Nordrhein-Westfalen aufzunehmen, dessen Erkenntnisse eine wichtige Rolle für das Verfahren gegen Abu Walaa und vier mutmaßliche Unterstützer spielen. Ali Aydin, Verteidiger des Angeklagten Hasan C., hatte den V-Mann angezeigt, da dieser in der Islamistenszene zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen habe. Das habe er selbst zum Schein nicht tun dürfen, so der Anwalt. Die Bundesanwaltschaft sieht das allerdings anders: Sich „anschlagsbereit“ zu zeigen, sei Teil seines Auftrags, in die radikale islamistische Szene einzudringen, gewesen. Anwalt Aydin zeigte sich am Dienstag nicht überrascht, meinte aber: „Ich bin sicher, man will ihn schützen. Jeder andere wäre festgenommen worden.“

In Celle hat am Dienstagvormittag die Befragung des Kronzeugen Anil O. durch die Verteidiger begonnen. Abu Walaas Anwalt Peter Krieger versucht bislang vor allem, den Hintergrund des IS-Rückkehrers zu durchleuchten, befragt ihn nach seiner Ehe und seinen zeitweiligen Zweitfrauen nach islamischem Recht sowie nach einer ersten Reise nach Syrien, bei der O. Ende 2013 noch als Schüler nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe leisten wollte.

Die Befragung nahm mitunter so kuriose Züge an, dass der Vorsitzende Richter Frank Rosenow sowohl Anwalt Krieger als auch Kronzeuge O. zur Ordnung rief. Anil O. wirkte zeitweise, als nehme er Krieger nicht ganz ernst, betrachtete ihn ironisch lächelnd von seinem Zeugenstand herab. Etwa, als Krieger den Nachnamen eines früheren Mitschülers erfragen wollte: „Wie hieß denn dieser Mustafa?“ Antwort Anil O.: „Na, der hieß Mustafa!“ Als Krieger, der seinerseits genervt vom mitunter belehrenden Tonfall des Kronzeugen wirkte, sich wenig später mit einer ironischen Frage revanchierte und Rosenow ihn daraufhin ermahnte, gab sich Anil O. versöhnlich: „Ich komme mit Herrn Dr. Krieger bislang doch sehr gut klar.“

Kurz vor Mittag wurde der Prozess wegen Problemen mit der Mikrofonanlage unterbrochen.

Von Tarek Abu Ajamieh

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