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Panorama Waffenhändler melden Rekordumsätze
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21:13 17.12.2015
Reizgas und Pfeffersprays sind besonders stark gefragt. Quelle: Elsner / Archiv
Hannover

Nach den Anschlägen in Frankreich am 13. November hätten die Verkäufe von Waffenhändlern bundesweit sprunghaft zugenommen, sagt Roland Zobel vom Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenhändler. „Ich denke, dass es eine allgemeine Unsicherheit in der Bevölkerung gibt“, stellt er fest.

Die Kunden fragten vor allem CS-Gas und Pfefferspray nach. „Der absolute Renner sind Strobo-Taschenlampen“, sagt Zobel. Diese könnten als normale Taschenlampen genutzt werden, seien aber auch in der Lage, ein starkes Blitzlicht zu erzeugen, mit dem ein Angreifer geblendet werde. „Für eine Minute sehen Sie dann nur Sterne.“ Das reiche, um sich selbst in Sicherheit zu bringen oder Hilfe zu holen.

Annette Räer vom gleichnamigen Outdoor- und Security-Ausrüster in Hannover bestätigt, dass Pfefferspray und CS-Gas „komplett vergriffen“ seien. Der Absatz sei „sprunghaft gestiegen“, nicht erst seit den Anschlägen von Paris,
sondern anlässlich der Flüchtlingsentwicklung. Sie beobachte aber keine Radikalisierung, „die Nachfrage kommt aus allen Bevölkerungsschichten und Altersklassen.“ Auch bei Waffen-Will wird die „erheblich höhere Nachfrage“ bestätigt.

Auch das Interesse an sogenannten kleinen Waffenscheinen ist in Niedersachsen gewachsen: Hatten im Dezember 2013 noch 22 780 Bürger eine solche Lizenz, so sind es jetzt bereits 25 770 – das ist eine Steigerung um 13 Prozent. Für den kleinen Waffenschein, der eine Voraussetzung für das Führen von Schreckschuss-, Reizgas- oder Signalwaffen in der Öffentlichkeit ist, muss man 18 Jahre alt sein, darf keine Vorstrafen haben und nicht drogenabhängig sein. Die Waffen selber werden nicht registriert. Der kleine Waffenschein muss bei der örtlichen Waffenbehörde beantragt werden – insgesamt gibt es in Niedersachsen 107 solcher Stellen.

„Die Lage wird als düster eingeschätzt“, erklärt Professor Christian Pfeiffer, früherer Chef des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, den Trend. Seiner Auffassung nach hat dies an erster Stelle mit der Flüchtlingskrise zu tun, auf die die Politik noch keine überzeugenden Antworten gefunden habe.

„Das ist der Hauptgrund, das ist die neue Lage. Das Fremde macht uns Menschen Angst, das ist einfach in unserer Natur so angelegt“, sagt Pfeiffer. Kriminalitätsstatistiken bestätigten diese Ängste aber nicht – tatsächlich begingen die Flüchtlinge im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung sogar weniger schwere Straftaten.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) mahnt: „Zu Recht liegt das Gewaltmonopol beim Staat, also auch bei der Polizei. Wir sind trainiert und rechtlich geschult, notfalls Zwang anzuwenden“, sagt DPolG-Landeschef Thomas Kliewer. Auch er betont: Es habe sich gezeigt, dass Flüchtlinge abgesehen von Ladendiebstählen nicht krimineller seien als andere Bevölkerungsgruppen. „Diffuse Ängste und dadurch bedingtes Aufrüsten helfen nicht“, sagt Kliewer.

Von Heiko Randermann und Conrad von Meding

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