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Panorama Brite wollte William und Charles töten
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18:42 22.12.2015
Prinz Charles (M.), Prinz William (r.) and Prinz Harry (Archivbild von 2014). Quelle: EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA/dpa
London

Ein Londoner Gericht verhängte die Strafe für den 37-Jährigen aus Southampton am Dienstag unter Berufung auf Gesetze zum Umgang mit psychisch Kranken. Zuvor hatte eine Jury ihn bereits schuldig gesprochen, einen Terroranschlag geplant zu haben.

"Eine Kugel in den Kopf"

Der Mann hatte rassistische Fantasien und fühlte sich wegen seiner Haarfarbe – er hat rote Haare – von der Gesellschaft ausgeschlossen. Über seine Pläne hatte er in seinem Tagebuch geschrieben und Zutaten für Gift und Bomben gekauft. "Eine gute Position einnehmen und Charles eine Kugel in den Kopf jagen", schrieb er. "Ich würde mein Leben für diesen Schuss Opfern. Charles und William töten, und Harry wird König. Die Tyrannen töten."

Es war sein Halbbruder, der dem Möchtegern-Attentäter auf die Schliche kam. Im Zimmer des 37-Jährigen im gemeinsamen Zuhause in Southampton entdeckte er Chemikalien und rassistische Texte. Am 3. Juni vergangenen Jahres war der Mann festgenommen worden. Handschriftliche Kopien von Internet-Texten wie dem "Handbuch für Terroristen" und Anleitungen zum Giftmischen und dem Bau von Bomben reichten der Jury als Beweis. Sie befand ihn im September für schuldig, einen Terroranschlag geplant zu haben.

"Sehr seltsame Person"

Was war das Motiv des Angeklagten? Er habe sich an den Rand der Gesellschaft gedränt gefühlt, weil er weiß und rothaarig sei, hieß es während des Prozesses. Dazu habe er an Depression und Angststörungen gelitten. Die Staatsanwältin hatte aber auch betont, wie deutlich er seinen Hass auf "Nicht-Arier" artikuliert habe.

Das "übertriebene Selbstmitleid" des Angeklagten habe sein eigenes Leben und das seiner Familie elend gemacht, sagte Richter John Bevan. Seine Ansichten seien "abscheulich für klar denkende Menschen." Schon beim Schuldspruch im September hatte der Richter ausgesprochen, was wohl viele denken: Dass es sich hier um einen "sehr seltsamen Fall" handele, in dem es um eine "sehr seltsame Person" gehe.

Von Teresa Dapp

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