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Panorama Böhmermann bricht Show ab, Kalkofe macht weiter
Mehr Welt Panorama Böhmermann bricht Show ab, Kalkofe macht weiter
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11:42 20.12.2016
Haben ihre Show abgebrochen: Oli Schulz (l.) und Jan Böhmermann. Quelle: ZDF/Ben Knabe
Berlin

Für die beiden Komiker Jan Böhmermann und Olli Schulz gab es nur eine logische Antwort auf die Toten in Berlin. Sie haben ihre Veranstaltung im Berliner Tempodrom abgebrochen. „Das ist drei Kilometer von hier passiert. Ich war erst vor ein paar Tagen da. Ich glaube, das ist einfach so scheiße gerade und wir können auch nicht die richtigen Worte dafür finden. Auf alle Fälle können wir jetzt nicht weiter hier gute Laune verbreiten und Party machen, wenn hier Menschen sterben“, sagte Schulz.

Sein Partner Jan Böhmermann ergänzte unter dem Applaus des Publikums: „Kommt sicher nach Hause. Verbreitet keine Gerüchte und hört nicht auf die Arschgeigen, die dieses schreckliche Ereignis jetzt für ihre politischen Zwecke instrumentalisieren. Das ist nämlich das Allerletzte.“

Hat sich fürs Weitermachen entschieden: Oliver Kalkofe. Quelle: Sebastian Mast

Eine Entscheidung traf auch Komiker Oliver Kalkofe, der im Theater am Kudamm, nur knapp 500 Meter vom Weihnachtsmarkt entfernt, in der Pause von dem Anschlag erfuhr. „Einer der Momente, an dem einem definitiv die Worte fehlen. Was tun auf der Bühne mit einigen hundert Menschen, die vor einem sitzen, die einfach nur friedlich ein wenig Spaß haben wollten,die aber wahrscheinlich gerade via Handy solch eine Horror-Nachricht gelesen haben? Ganz ehrlich – eine der beschissensten und furchtbarsten Situationen, die man sich auf der Bühne nur vorstellen kann.“, schrieb der Satiriker.

Er entschied sich fürs Weitermachen. „Auch wenn es schwer fällt. Immer wieder gegen den Wahnsinn und die Unmenschlichkeit kämpfen, immer wieder noch mal kurz nachdenken bevor man das Maul aufmacht, immer wieder noch mal den Verstand einschalten, obwohl die Emotion schon längst behauptet hat, alles geklärt zu haben.“ Der 51-Jährige wolle seinen Glauben an den Sieg der Vernunft und der Menschlichkeit noch nicht komplett aufgeben. Daher werde er mit „meinen bescheidenen Mitteln auch weiter gegen den wachsenden Wahnsinn und die zunehmende Verzweiflung an der menschlichen Rasse kämpfen.“

Von RND/cab/dpa

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