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Panorama Bekannte Berliner Jugendrichterin verschwunden
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17:56 01.07.2010
Die Polizei setzte die Suche nach der Vermissten in einem Waldstück in Berlin-Heiligensee fort. Quelle: dpa

Die prominente Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist verschwunden. Die Polizei hat am Donnerstag die Suche nach der Vermissten mit Hunden und Stöcken in einem Waldstück im Norden Berlins fortgesetzt. Es gebe bisher keine Anzeichen für eine Straftat, sagte Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Sie könne das aber nur unter Vorbehalt sagen. Vermutet werde ein persönlicher Hintergrund.

Die Polizei, die den Namen der Vermissten nicht nannte, geht davon aus, die Frau noch unversehrt zu finden. Die 48-Jährige war zuletzt am Montagabend gesehen worden. Ein Bekannter hatte sie am Mittwoch als vermisst gemeldet. Ihr Auto wurde am selben Tag im Berliner Stadtteil Heiligensee gefunden. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll Heisig ihren Dienst am Amtsgericht Tiergarten am Montag nicht angetreten haben.

Nach dpa-Informationen wurden in dem Auto persönliche Dinge Heisigs gefunden, darunter ihr Ausweis. Der Wagen war verschlossen und ordentlich geparkt. Ein Abschiedsbrief von der Mutter zweier Töchter wurde nicht gefunden. Anhaltspunkte für eine Entführung gebe es bislang nicht, hieß es bei der Polizei.

Heisig ist als Jugendrichterin für den Problembezirk Neukölln mit einem hohen Ausländeranteil zuständig. Sie gilt als Initiatorin des nach dem Bezirk benannten „Neuköllner Modells“. Es sieht schnelle Strafen für kleinere Delikte von Jugendlichen vor, aber auch erzieherische Maßnahmen, mit denen sie wieder auf den rechten Weg gebracht werden sollen. Seit Juni wird das Modell in ganz Berlin angewandt. Über ihre Erfahrungen hat Heisig ein Buch geschrieben, das unter dem Titel „Das Ende der Geduld“ erscheinen soll.

Die Polizei weitete am Donnerstagnachmittag die Suche nach der Vermissten in dem rund zwei Quadratkilometer großen Waldstück aus. Die rund 60 Beamten waren mit Suchstöcken im Einsatz. Sie unterstützten Kollegen, die bereits mit vier Hunden in dem Gelände unterwegs waren. Die Polizei wollte die Suche zunächst bis zum Abend fortsetzen.

dpa

Der Fall Kachelmann geht in eine weitere Runde: Das Landgericht Mannheim hat am Donnerstag abgelehnt, den Haftbefehl gegen den Schweizer aufzuheben. Damit bleibt der 51-Jährige weiterhin in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht Karlsruhe muss nun über den Haftbeschwerde-Antrag des Anwalts entscheiden.

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