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12:32 14.06.2013
2001 wurde der Verkauf von Beck's an InBev (damals Interbrew) bekannt, 3,5 Milliarden D-Mark (das entsprach rund 1,79 Milliarden Euro) zahlten die Belgier für das Bremer Traditionshaus. Quelle: Jaspersen
Bremen

Zum Anstoßen dürfte den meisten deutschen Brauern wegen schwacher Umsatzzahlen nicht zumute sein. Die Bremer Brauerei Beck & Co. feiert Ende Juni ihren 140. Geburtstag - allerdings ganz gut gelaunt. Marktanteil und Ausstoß der Marke steigen. Dabei hilft Beck's vor allem die Stellung als eine von drei weltweit vertriebenen Marken des globalen Brauerei-Riesen Anheuser-Busch InBev.

2001 wurde der Verkauf von Beck's an InBev (damals Interbrew) bekannt, 3,5 Milliarden D-Mark (das entsprach rund 1,79 Milliarden Euro) zahlten die Belgier für das Bremer Traditionshaus. Dem damaligen Beck's-Chef Dieter Ammer, warfen Kritiker vor, er rolle „Multis“ den Teppich aus. Im vergangenen Jahr konnte Beck's im Inland um 0,2 Prozent auf 2,755 Millionen Hektoliter zulegen und landete damit in der Hitliste des Getränkemarkt-Magazins „Inside“ auf dem sechsten Platz. Allerdings hat das Bier mit dem Schlüssel auf dem Etikett unter den deutschen Bieren traditionell die höchste Exportquote.

Am 27. Juni 1873 gründeten die Braumeister Lüder Rutenberg und Heinrich Beck zusammen mit dem Kaufmann Thomas May die Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G. Sie konzentrierten sich früh auf den Export. Um das Bier für die lange Reise in ferne Länder haltbar zu machen, setzte die Brauerei auf Pasteurisierung und ersetzte Holzfässer durch Stahl. Ab 1921 wurde Beck's dann nur noch für das Ausland gebraut. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Sudkessel in Bremen ab 1948 wieder angeheizt werden. Ein Jahr später gab es Beck's auch auf dem heimischen Markt. Den Sechserträger für Flaschen erfand die Brauerei 1968. Heute werden mehr als die Hälfte der Becks's-Flaschen im Six-Pack verkauft.

Wenn Bietrinker bei Beck's an Grün denken, liegt das nicht nur an der Flaschenfarbe. 1984 startete eine Werbekampagne mit einem Schiff unter grünen Segeln. Jahrelang pflügte später die «Alexander von Humboldt» zum rauchigen Hans-Hartz-Song «Sail Away» durch das Werbefernsehen. Die Brauereien in Deutschland müssen sich nach Einschätzung des Deutschen Brauer-Bundes auch in den nächsten Jahren auf einen geringeren Durst der Konsumenten einstellen. Selbst wenn der Export der Marke Beck's weiter zulegen sollte, bedeutet dass nicht unbedingt, dass in Bremen mehr Bier gebraut wird.

Als weltweiter Konzern verfügt AB-InBev, zu dem in Deutschland unter anderem Hasseröder, Diebels und Franziskaner gehören, weltweit über Brauereien. Die Bremer Marke wird mit gleicher Rezeptur nicht nur in Issum am Niederrhein und München, sondern unter anderem auch in den USA gebraut. Nicht nur die Experten der Gesellschaft für Konsumforschung, auch der Deutsche Brauer-Bund erwartet einen weiteren Bier-Absatzschwund in den nächsten Jahren. «Das hat soziodemografische Gründe», sagt Marc-Oliver Huhnholz vom Brauer-Bund. «Die Leute werden älter und das Leben hat sich komplett geändert.» Biermischgetränke mit aktuell etwa sechs Prozent und alkoholfreie Biere mit rund vier Prozent Marktanteil seien Bereicherungen, werden nach Huhnholz' Einschätzung aber das klassische Bier nie ersetzen. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 1300 Braustätten in Deutschland, darunter viele kleine Gaststättenbrauereien.

dpa

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