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Bauernhöfe öffnen sich für Besucher

Aktionstag Bauernhöfe öffnen sich für Besucher

Wie geht es eigentlich auf einem Bauernhof zu? Was macht ein Landwirt, wenn er keine Lebensmittel produziert? Und wie kommt die Milch aus der Kuh? Diese und weitere Fragen rund um die Landwirtschaft werden an diesem Sonntag beim Tag des offenen Hofes beantwortet. 

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Betriebe aus ganz Niedersachsen nehmen am Tag des offenen Hofes teil. 

Quelle: Archiv

Am kommenden Sonntag, 13. Juni, gewähren 71 Betriebe in Niedersachsen beim Tag des offenen Hofes einen Blick hinter die Kulissen der modernen Landwirtschaft. 

So auch die Mischbetriebe der Familien Niemeyer und Nülle in Mardorf am Steinhuder Meer. „Wir wollen Interesse an der Landwirtschaft wecken und Werbung für unsere Produkte machen“, sagt Hartmut Niemeyer. Dafür haben sich die Familien eine Menge ausgedacht: einen Gang durch Kuh- und Schweineställe, eine Maschinenausstellung und einen „Treckerführerschein“. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Gottesdienst, Musik und Kinderprogramm. Die Höfe sind von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Auch das Spargelgut Meyer in Kirchwahlingen (Kreis Soltau-Fallingbostel) macht beim Tag des offenen Hofes mit.Auf dem 250 Hektar großen Betrieb sollen bald Maschinen die Ernte übernehmen. Viele der 120 polnischen Saisonarbeiter sind dann überflüssig. Jürgen Sixtus bewirtschaftet bei Melle bei Osnabrück einen 50 Hektar großen Ackerbaubetrieb. Gemeinsam mit zwei Partnern hat er vor Kurzem eine Biogasanlage in Betrieb genommen. Auch diese wird präsentiert.

Moderne Betriebe in traditionellen Strukturen, das sei Landwirtschaft in Niedersachsen, sagt Landvolkpräsident Werner Hilse. „Die Betriebe werden immer größer, aber es bleiben Familienbetriebe.“ Auch regionale Schwerpunkte sind noch vorhanden. So dominieren im westlichen Niedersachsen Geflügel- und Schweinemast, die Regionen Hannover, Braunschweig und Südniedersachsen hingegen sind durch Ackerbau gekennzeichnet. Im Bereich der Lüneburger Heide gibt es viele Mischbetriebe. Niedersachsen mit seinen 50 000 landwirtschaftlichen Betrieben und 172.000 Beschäftigten in diesem Bereich gilt als Agrarland Nummer eins: Jedes zweite Hähnchen, jede zweite Kartoffel, jedes dritte Ei und jeder fünfte Liter Milch deutscher Herkunft werden hier produziert. 

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen haben Landwirte den Energiesektor entdeckt – Windräder in Ostfriesland, Biogasanlagen in Süd- und Ostniedersachsen sowie Photovoltaikanlagen.

Eine Karte mit den 71 teilnehmenden Höfen finden Sie hier beim Landvolk Niedersachsen

Christian Albroscheit

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