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Panorama Ausgebrochener Bär im Zoo Osnabrück erschossen
Mehr Welt Panorama Ausgebrochener Bär im Zoo Osnabrück erschossen
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15:39 12.03.2017
Mischbärin Tips wurde nach dem Ausbruch erschossen. Quelle: dpa (Archiv)
Osnabrück

Die Bärin Tips war gegen 14.15 Uhr im Zoo Osnabrück ausgebrochen. Offenbar hatte das Tier einen Elektrozaun zu einem anderen Gehege überwunden und hatte dort eine Lücke im Zaun entdeckt. "Zoomitarbeiter haben den Bären dann mit einem Gewehr erschossen", sagte ein Polizeisprecher. Da das Tier über die öffentlich zugänglichen Wege des Zoos lief, habe eine potenzielle Gefahr für die Besucher bestanden.

Der Zoo sei deshalb vorübergehend geräumt worden, sagte Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann am Sonnabend. "Wir haben sofort mit dem Team reagiert, zum Schutz der Besucher mussten wir das Tier erschießen." Bei dem Bären habe es sich um einen der beiden sogenannten Cappuccino-Bären, einer der Attraktionen des Zoos, gehandelt. Bär Tips sei es auf noch unbekannte Weise gelungen, die Bärenanlage komplett zu verlassen. Noch vor Eintreffen der alarmierten Polizei sei das Tier getötet worden. "Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Leib und Leben." Mit der Polizei wurde am Sonnabendnachmittag nach der Ausbruchsstelle gesucht, über die der Bär aus dem Gehege gelangen konnte. Nach dem Zwischenfall konnten die Besucher den Zoo wieder betreten, ein Teilbereich blieb abgesperrt.

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, warum das Tier ausbrechen konnte. Zugleich lobten die Beamten die Zoomitarbeiter. Diese hätten umgehend reagiert und eine Panik unter den Besuchern verhindert. "Die Räumung des Zoos verlief ganz ruhig."

Bei den Cappuccino-Bären Tips und Taps handelt es sich um cremefarbene Mischlinge, das Produkt der gemeinsamen Haltung verschiedener Bärenarten in einem Gehege vor mehr als zehn Jahren. Dass ein Eisbär mit einer Braunbärin Nachkommen zeugt, hätten die Tierpfleger damals nicht für möglich gehalten. Nach der Geburt der Geschwister 2004 wurden die Arten sofort getrennt.

Der Zoo Osnabrück nutzte die putzigen Cappuccino-Bären, um bei Führungen und in einer Ausstellung auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Denn auch in arktisnahen Regionen, etwa in Kanada, wurden 2006 und 2010 Bären geschossen, die sich per DNA-Nachweis als Mischlinge entpuppten. Sie wurden "Grolar" oder "Pizzly" getauft. Ihr Auftauchen hat vermutlich damit zu tun, dass sich die Lebensräume von Polarbären und Grizzlys - der amerikanischen Variante des Braunbären - aufgrund der Erderwärmung zunehmend überschneiden.

Tips und Taps zeigten im Osnabrücker Zoo Verhaltensweisen beider Arten. Im Winter versuchten sie, das Eis auf dem zugefrorenen Teich aufzubrechen. Dies ist typisch für Eisbären, die in der Wildnis auf diese Weise an Robben als Beute kommen wollen. Im Sommer lagen beide gern faul im Gehege und dösten vor sich hin, was dem Naturell des Braunbären entspricht.

Bär Taps befand sich noch im Gehege, als die Polizei eintraf. Das Tier wurde von Pflegern in den Stall gebracht.

dpa/frs

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