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Panorama BVB-Bomber spähte Seilbahnen aus
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17:36 06.11.2017
Anschlagsziel: Der Mannschaftsbus des BVB. Quelle: dpa
Dortmund

Der Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sollte offenbar nicht der einzige derartige Angriff des mutmaßlichen Attentäters sein: Der 28-jährige Deutschrusse Sergej W. hatte sich bereits über weitere börsennotierte Unternehmen informiert, die er vermutlich ebenfalls ins Visier nehmen wollte. Entsprechende Berichte von „Ruhr Nachrichten“ und „Spiegel“ bestätigte am Montag ein Sprecher des Dortmunder Landgerichts. Nach seinen Angaben hat die Polizei bei ihren Ermittlungen auf dem Computer des Mannes aus Rottenburg am Neckar entsprechende Suchbegriffe im Browserverlauf gefunden.

Der Anschlag sollte zu Kursverlusten führen

Bei den Suchen aus dem Zeitraum zwischen dem Anschlag am 11. April und der Festnahme des Verdächtigen zehn Tage später sei es um zwei Seilbahnbetreiber in den Alpen gegangen. Dem „Spiegel“ zufolge handelt es sich dabei um die „Bergbahnen Engelberg-Trübsee Tiflis AG“ und die „Karwendelbahn AG“. Den Berichten zufolge schließt die Dortmunder Staatsanwaltschaft aus den Ermittlungsergebnissen, dass der Tatverdächtige „sich ein neues Ziel suchte, um aus Kursverlusten aufgrund von Anschlägen Gewinne“ zu erzielen. Zu diesem Zusammenhang wollte der Gerichtssprecher jedoch keine Angaben machen, da diese Erkenntnisse nicht Teil der Anklage seien.

Bekennerschreiben wurden gefälscht

Die Sprengsätze am BVB-Bus soll der Mann ebenfalls gezündet haben, weil er so Kursverluste der BVB-Aktie an der Börse auslösen und damit große Gewinne machen wollte. Genau das führte letztlich zu seiner Festnahme: Einem Besitzer von BVB-Aktien waren kurz vor dem Anschlag ungewöhnliche Kaufbewegungen der Papiere aufgefallen. Sein Tipp an die ermittelnde Sonderkommission führte die Polizei schließlich auf die Spur des Verdächtigen. Zuvor hatte W. versucht, mithilfe gefälschter Bekennerschreiben zu suggerieren, islamische Terroristen steckten hinter dem Anschlag auf den Mannschaftsbus.

W. selbst bestreitet eine Beteiligung an dem Attentat vor dem Team-Hotel in Dortmund. Dabei waren Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft Dortmund wirft W. versuchten Mord in 28 Fällen vor. Das Landgericht Dortmund hat über die Annahme der Klage noch nicht entschieden. Sollte es zu einem Prozess gegen W. kommen, wäre dies nicht vor 2018 der Fall.

Von dpa/RND

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