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Panorama BKA-Chef verteidigt öffentliche Fahndung
Mehr Welt Panorama BKA-Chef verteidigt öffentliche Fahndung
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12:54 11.10.2017
Fahndung brachte den Erfolg: BKA-Chef Holger Münch verteidigt die öffentliche Fahndung nach dem Missbrauch eines vier Jahre alten Mädchens. Quelle: dpa
Wiesbaden/Frankfurt

Im Fall des vierjährigen Mädchens sei das vorliegende Videomaterial über hundert Mal gesichtet worden. Nachdem es keine weiteren Ansatzpunkte mehr gegeben habe und eine Schulfahndung wegen des geringen Alters des Opfers nicht infrage gekommen sei, sei am Ende nur die öffentliche Fahndung als letztes Mittel übrig geblieben.

Innerhalb kürzester Zeit seien so eine Million Menschen erreicht und der Täter innerhalb von sechs Stunden identifiziert worden, erklärte Münch. Gegen den 24-jährigen Beschuldigten aus Niedersachsen wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Der Mann stammt nach Angaben der Ermittler aus dem persönlichen Umfeld des Opfers.

Es gebe immer mehr Ermittlungshürden, sagte Münch. Eine der größten Hürden sei, dass bei Bildmaterial die Täter zuerst über die IP-Adresse identifiziert werden müssten. „Aber wir haben immer noch keine funktionierende Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Das heißt, über 8000 Fälle alleine im letzten Jahr haben wir an die Seite legen müssen, weil wir keinen Ansatz hatten, bei kinderpornografischem Material weiter zu ermitteln.“

dpa

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