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Panorama Aufräumen nach „Matthew“
Mehr Welt Panorama Aufräumen nach „Matthew“
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08:45 09.10.2016
Ordentlich durchgeschüttelt: In Vilano Beach in Florida liegen lose Holzbretter herum. Der Ort ist aber von „Matthew“ weitgehend verschont geblieben. Quelle: imago
Miami

Hurrikan „Matthew“ hat an der Südostküste der USA schwere Schäden angerichtet, die befürchtete Katastrophe ist aber ausgeblieben. Mindestens zehn Menschen starben, berichtete der Sender CNN. In Georgia, South Carolina und North Carolina kam es zu Überschwemmungen und starkem Regen. Bäume knickten um, Straßen waren unpassierbar. In Florida, wo „Matthew“ am Freitag gewütet hatte, begannen unterdessen schon die Aufräumarbeiten.

Schaut nach seinem Besitz: Am Strand von St. Augustine in Florida läuft ein Mann am Strand entlang. Quelle: afp

Zwar schwächte sich „Matthew“ am Samstag zu einem Hurrikan der Kategorie 1 ab, mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern war er immer noch mächtig genug, hohe Flutwellen an Land zu peitschen. Hinzu kamen schwere Regenfälle. Mehr als zwei Millionen Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Touristenstadt Charleston schrammt an Katastrophe vorbei

Besonders schlimm traf es die traditionsreiche Stadt Charleston, die auch ein beliebtes Touristenziel ist. Hier hatten sich viele Straßen schon in Flüsse verwandelt, bevor „Matthew“ an der Stadt vorbeischrammte. Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre.

In der Nacht zu Sonntag sollte der Hurrikan North Carolina erreichen. Gouverneur Pat McCrory warnte vor den schlimmsten Überflutungen seit 1999.

Umfassendste Zwangsevakuierung seit Sturm „Sandy“

South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley beschwor die Tausenden Menschen in Notunterkünften unterdessen, nicht vor Montag nach Hause zurückzukehren: „Es ist noch lange nicht vorbei.“ Insgesamt waren in den vier Bundesstaaten mehr als zwei Millionen Menschen aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen – die umfassendste Zwangsevakuierung seit dem schweren Sturm „Sandy“ Ende 2012.

Schutz in Notunterkünften: In Haiti Quelle: dpa

Während das genaue Ausmaß der Sturmschäden in den USA bislang unklar ist, stellt sich die Lage in Haiti wesentlich dramatischer dar. Dort kamen offiziellen Angaben zufolge über 300 Menschen ums Leben. Mehr als 60.000 Menschen suchten Schutz in Notunterkünften.

Die Seuchengefahr in Haiti wächst

„Mehr als 1800 Häuser wurden überflutet, Hunderte komplett zerstört“, sagte der Kommandeur der UN-Blauhelmmission Minustah, General Ajax Porto Pinheiro, nach einem Rundflug über das Gebiet. „Kokospalmen wurden entwurzelt, Bananenplantagen zerstört – es ist auch eine Umweltkatastrophe.“ In der ländlichen Region leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft.

„Die Gefahr von Seuchen ist jetzt sehr hoch. Es gibt viel stehendes Wasser, und die Leute sind sowieso schon körperlich geschwächt“, sagte der Projektkoordinator des Arbeiter-Samariter-Bundes, Alexander Mauz. „Die Menschen müssen möglichst schnell mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.“

Dringend benötigt: Helfer verteilen Trinkwasser an die Opfer von Hurrikan „Matthew“. Quelle: dpa

Von RND/dpa/cab

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