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Panorama Aufdringlicher Wolf beunruhigt den Landtag
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13:04 18.02.2016
Von Michael B. Berger
Symbolfoto Quelle: Archiv
Hannover

CDU-Geschäftsführer Jens Nacke beantragte eine sofortige Unterrichtung des Umweltministers über jene Vorfälle, über die die HAZ berichtet hatte. Wenn ein Wolf am Zaun einer Flüchtlingsunterkunft schlafe oder sich einer Frau mit Kinderwagen ohne Scheu nähere, sei Gefahr im Zuge, betonten gleich mehrere Redner von CDU und FDP. "Warum wird die Öffentlichkeit nicht informiert", fragte der Abgeordnete Nacke.

Das Thema Wolf verunsichere zunehmend die Öffentlichkeit. Umweltminister Stefan Wenzel zeigte sich bereit, Auskunft über die Strategie des Ministeriums zu geben. Geeignetes Gremium dafür sei aber der Umweltausschuss, der sich schon mehrfach mit dem Thema Wolf beschäftigt habe. Der Grünen-Abgeordnete Hans-Joachim Janssen betonte, dass es sich bei dem auffälligen Wolf, der gegen seine Natur keine Scheu vor Menschen zeige, wohl um einen Einzelfall handele, aus dem die Opposition jetzt einen Präzedensfall machen wolle, um die Wölfe insgesamt wieder aus Deutschland zu vertreiben.

Der FDP-Abgeordente Gero Hocker warf der rot-Grünen Regierung vor, Gefahren durch den Wolf zu verharmlosen. Die Glaubwürdigkeit von Bürgern, die Begegnungen mit Wölfen hätten, würde systematisch bezweifelt. Am Mittag will sich der Umweltausschuss des Parlaments mit dem Wolfsproblem befassen.

In 31 Städten und Kommunen Niedersachsens haben Sicherheitsbehörden Aktivitäten von "Bürgerwehren" registriert. "Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Tendenzen, die dieses Prinzip zu unterlaufen versuchen, müssen von uns sehr genau beobachtet werden", sagte Innenminister Boris Pistorius im Landtag.

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