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Panorama Arabisch und Farsi sollen Schulfächer werden
Mehr Welt Panorama Arabisch und Farsi sollen Schulfächer werden
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09:03 08.04.2017
Quelle: Holger Hollemann/dpa (Symbolbild)
Hannover

Der Plan der rot-grünen Landesregierung, künftig auch Sprachen wie Arabisch, Türkisch, Farsi und Polnisch als Fremdsprache an weiterführenden Schulen anzubieten, stößt auf ein geteiltes Echo. Während die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Pläne positiv bewertet, befürchtet der Philologenverband aufgrund des Lehrermangels Probleme bei der Umsetzung. Die Geschäftsführerin des Verbandes der Elternräte an Gymnasien Niedersachsens, Petra Wiedenroth, spricht von einem „taktischen Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Problemen an niedersächsischen Schulen“.

Das Kultusministerium konnte gestern noch keine genaueren Aussagen zur Umsetzung machen. Es wurde darauf verwiesen, dass man sich in einer „sehr frühen Phase der Prüfung“ befinde.

„Erst müssen eine hohe Unterrichtsversorgung und die Integration von Flüchtlingskindern sichergestellt sein“, sagt Elternvertreterin Wiedenroth. Horst Audritz, Vorsitzender des niedersächsischen Philologenverbands, verweist ebenfalls auf den Lehrermangel. „Man wird auf Quereinsteiger zurückgreifen müssen, die dann keine pädagogische Ausbildung haben“, sagte er. Eine Erweiterung des Fremdsprachenangebots mache die Lehrpläne zudem unübersichtlich. „Endlich werden die Familiensprachen von Schülern anerkannt und als zeugnisrelevante Fächer aufgewertet“, freut sich dagegen Eberhardt Brandt, Landesvorsitzender der GEW. Er sieht in den Plänen eine Verbesserung der Bildungschancen und eine Bereicherung für die Gesellschaft.

Schüler in Hamburg können übrigens bereits jetzt schon neben den üblichen Fremdsprachen auch Polnisch, Russisch, Türkisch oder Chinesisch lernen und im Abitur als Prüfungsfächer belegen.     

Julia Polley und Doris Heimann

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