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Panorama Debatte um geplante Stromtrasse Südlink startet
Mehr Welt Panorama Debatte um geplante Stromtrasse Südlink startet
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20:25 07.06.2017
Strenge Regeln: Konferenz zum Südlink in Osterode. Quelle: Randermann
Osterode

Die Südlink-Trasse soll Strom aus Windenergieanlagen vom Norden in den Süden Deutschlands befördern. Das Projekt ist zum Teil heftig umstritten, wie sich auch am Mittwoch auf der ersten Antragskonferenz in Niedersachsen in Osterode am Harz gezeigt hat.

Auch wenn jeder im Saal seine Meinung sagen kann, ist das Verfahren doch streng geordnet: Eineinhalb Stunden muss Christoph Reimann warten, bevor er als Redner mit der Nummer 1057 zum Tagesordnungspunkt 5.1 „Prüfung der Raumverträglichkeit“ ans Mikro darf. Reimann ist vom Landkreis Eichsfeld in Thüringen geschickt worden, um ein Statement zu verlesen. Und er kommt sofort zum Punkt: „Der Landkreis Eichsfeld lehnt die Trassenführung und den Vorschlagskorridor entschieden ab.“ Im Netzausbaugesetz sei festgehalten, dass das Kabel möglichst entlang der Luftlinie zwischen Start- und Endpunkt verlegt werden solle. Das aber hieße, dass die Südlink-Trasse, die Brunsbüttel an der Elbe mit Großgartach bei Heilbronn verbinden soll, westlich der Weser durch Nordrhein-Westfalen und Hessen, und eben nicht durch Thüringen geführt werden müsse. Es sei „ein Gebot der Gerechtigkeit“, dies zu beachten, sagt Reimann.

Erst im März hatte Netzbetreiber Tennet sich darauf festgelegt, einer Trasse den Vorzug zu geben, die durch die Lüneburger Heide und den Harz läuft, bevor sie einen Knick durch Thüringen macht. Zur Auswahl stehen noch weitere Trassen, die allesamt östlich davon liegen. Bei den Antragskonferenzen geht es um die Frage, was für oder gegen die jeweils 1000 Meter breiten Korridore spricht. Das könne dazu führen, dass man sich von der Vorschlagstrasse noch einmal verabschiede, sagt Olaf Peter Eul, Sprecher der Bundesnetzagentur: „Es ist ein ergebnisoffenes Verfahren.“ Der exakte Verlauf des Kabels innerhalb eines Korridors ist derzeit noch nicht Thema.

Inhaltlich sind der Diskussion um die Trassenauswahl keine Grenzen gesetzt: Es geht um Waldflächen, Mückenpopulationen oder Wohngebiete. Am häufigsten werde der Aspekt mit der Luftlinie genannt, sagt Eul. Es gebe da unterschiedliche Rechtsauffassungen, meint Christian Koch, Raumplanungsexperte der Netzagentur: Die Geradlinigkeit sei nur ein Aspekt, um eine optimale Trasse zu finden.

Die Antragskonferenz in Hannover: Sie findet am Dienstag, 13. Juni, ab 9 Uhr im Hotel Wienecke XI in der Hildesheimer Straße 380 statt.

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