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00:16 25.02.2016
Quelle: dpa
Göttingen

Der Angeklagte habe sie von hinten am Hals gepackt, gewürgt, zu Boden gerissen und gezwungen, sexuelle Handlungen zu erdulden. Dabei habe er ihr fortwährend auf den Kehlkopf gedrückt. Die Studentin habe durch das lebensbedrohliche Würgen schwere Verletzungen erlitten und sei bis heute psychisch stark beeinträchtigt. Der Angeklagte soll erst von seinem Opfer abgelassen haben, als sich andere Partybesucher näherten. Wenig später nahm die Polizei den 24-Jährigen fest. Seither sitzt er in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf in Untersuchungshaft.

Der Überfall hatte sich frühmorgens gegen 4.40 Uhr ereignet. Der Angeklagte gab an, keine Erinnerung an den Tatzeitraum zu haben. Er habe vor und auf der Party Alkohol getrunken und etwas Gras geraucht. Dann setzte die Erinnerung aus.

Die Studentin, die in dem Verfahren als Nebenklägerin auftritt, war ebenfalls auf der Party und wollte gemeinsam mit Freunden in die Stadt fahren. Als sie ihr Fahrrad holte, habe sie plötzlich jemand von hinten gepackt und ihr mit beiden Händen die Kehle zugedrückt, so dass sie weder sprechen noch schlucken noch atmen konnte. Nach einiger Zeit sei ihr schwarz vor Augen geworden. „In dem Moment dachte ich, dass ich sterbe.“ Dann habe sie Stimmen gehört. Jemand habe gefragt, ob alles in Ordnung sei. Sie habe einen Arm gehoben, um zu signalisieren, dass sie den flüchtenden Mann verfolgen sollten. Die Zeugen rannten dem 24-Jährigen hinterher und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf.

Die Studentin war nach dem Überfall zwei Wochen krankgeschrieben. Auch die psychischen Folgen des traumatischen Erlebnisses sind gravierend. Sie habe extreme Angst, traue sich abends nur noch in Gesellschaft aus dem Haus und könne keine Intimität mehr zulassen, sagte sie.

Von Heidi Niemann

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