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Panorama Angeklagter gesteht im Prozess um getötete Millionärin
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17:52 12.09.2017
Das Wohnhaus der 66-Jährigen in Leer. Quelle: Wagner
Aurich

Zwei Woche später seien sie in der Tatnacht jedoch in Streit geraten, nachdem beide zuvor erheblich Alkohol getrunken hätten. Dabei habe die Frau ihn massiv beleidigt und ihm Alkohol ins Gesicht geschüttet. Schließlich sei er ausgerastet und habe mit einem Barhocker mehrfach auf sie eingeschlagen, um sie zum Schweigen zu bringen. Am nächsten Morgen sei die 66-Jährige tot gewesen.

Das Gericht hatte Ende August eine mildere Freiheitsstrafe zwischen sechs und sieben Jahren in Aussicht gestellt, falls der Angeklagte ein Geständnis ablegt. Bislang hatte er nur eingeräumt, die Leiche der Frau in einem Waldstück abgelegt zu haben. Dort war sie erst am 5. März nach mehreren aufwendigen Suchaktionen gefunden worden.

Es sei eigentlich ein schöner Abend gewesen, hieß es in der Erklärung des Angeklagten zu den Umständen der Tatnacht am 22. Oktober 2016. Die 66-Jährige sei jedoch wie schon früher stark betrunken gewesen und böse geworden, weil er nicht mit ihr schlafen wollte. Er sei ein Schlappschwanz und habe aus seinem Leben bisher nichts gemacht, habe die Frau ihn beleidigt. „Darauf sind mir die Sicherungen durchgeknallt“, schilderte der Mann seine Reaktion. Er habe sie mit dem Barhocker geschlagen, um endlich Ruhe zu haben: „Ich wollte, dass sie einfach aufhört.“

„Ich war noch nie derart betrunken und hatte einen starken Rausch“, antwortete der Angeklagte auf Nachfragen des Richters. Er habe sich nach der Tat schlafen gelegt und habe erst am nächsten Morgen das Ausmaß seiner Tat erkannt. „Ich war total erschüttert und konnte tagelang nicht schlafen, ich hatte immer diese Bilder im Kopf.“ Später habe er die Leiche der Frau in deren Auto gepackt und mit einem Tuch zugedeckt. Erst Tage später habe er die Leiche in einem Waldstück in der Nähe von Hamburg abgelegt.

Für den Prozess waren ursprünglich noch 15 Verhandlungstage mit mehreren Zeugen geplant. Das Gericht will am Mittwoch über den weiteren Verlauf beraten, da die Zeugen nach dem Geständnis nicht mehr vernommen werden müssen.

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