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Panorama Altes Land mit Absatz zufrieden
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17:53 08.01.2018
Elstar ist die am häufigsten produzierte Apfelsorte im Alten Land.  Quelle: picture alliance / Herbert Lehma
Stade

Die Apfelsaison war schwierig, aber besser als anderswo: An der Niederelbe haben die Obstbauern die Wetterkapriolen des vergangenen Jahres gut überstanden. „Das Alte Land ist glimpflich davongekommen“, sagte Matthias Görgens vom Obstbauzentrum Jork (Kreis Stade) am Montag der HAZ. Deutschlands  größtes Obstanbaugebiet habe vor allem von der fast flächendeckenden Frostschutzberegnung profitiert, für die das Wasser aus der Elbe und ihren Nebenflüssen genutzt werden kann.  Auch hätten die Apfelblüten weniger empfindlich auf die Minusgrade im April reagiert, weil sie noch nicht so weit geöffnet waren wie auf den Plantagen in Süddeutschland.

Mit etwa 200 000 Tonnen lag die Erntemenge nach Angaben des Landvolks zwar um rund 30 Prozent unter dem Durchschnitt anderer Jahre. Am Bodensee aber produzierten die Obstbauern nur ein Viertel der Durchschnittsernte, im Rheinland betrug das Minus knapp 50 Prozent. Die geringere Ernte verteuerte das Obst, davon hätten die Anbauer im Alten Land profitiert. „Nach einigen ruinösen Jahren kommt endlich wieder mehr Geld in die Kassen der Obsthöfe“, meinte Ulrich Buchterkirch, Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau. Allerdings habe es auch an der Niederelbe auf einzelnen Höfen nahezu einen Totalausfall der Ernte gegeben.

Die besonders beliebte Apfelsorte Elstar ist in anderen Regionen kaum noch lieferbar. „Der Anteil von Elstar liegt im Alten Land bei mittlerweile gut einem Drittel“, sagte Görgens, der stellvertretende Leiter des Obstbauzentrums. Etwa ein weiteres Drittel stelle die Sorte Jonagold, gefolgt von Braeburn, Boskop und Holsteiner Cox.  Wie Stefan Moje, Geschäftsführer des  größten Vermarktungsbetriebs Elbe-Obst sagte, kaufen die Deutschen Jahr für Jahr rund zwei Prozent weniger Äpfel.  Das Alte Land setze verstärkt auf Export,  längst nicht mehr nur in Europa. Nach langen Bemühungen könne sich in diesem Jahr der erste Container mit „Red Prince“-Äpfeln nach Taiwan auf den Weg machen. Die vierwöchige Schiffsreise bei 0,5 Grad sei kein Problem, wenn die Preise stimmten. Die Sorte entspreche dem Geschmack der Taiwanesen besonders, sagt Moje: „Groß, rot und süß.“

Von Gabriele Schulte

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