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Panorama Niedersachsens AfD-Chef spricht vor rechtem Verein
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12:30 03.12.2016
Armin-Paul Hampel, Landesvorsitzender der AfD in Niedersachsen, während einer Pressekonferenz der Alternative für Deutschland zur niedersächsischen Kommunalwahl 2016 in Hannover. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)
Hannover

Hampel habe nicht gewusst, dass es sich dabei um eine durch den Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung handele, sagte er. Kurz nach seiner Gründung 1991 war der AfdP in das Visier der Ermittler geraten, da sich auf Veranstaltungen des Vereins Teilnehmer und Referenten aus der rechtsextremistischen Szene befunden hätten, teilt die Behörde mit. Noch immer sei der Vorstand mit Mitgliedern des rechtsextremen Spektrums besetzt.

Nach der Einladung des AfdP habe er bei einer kurzen Suche im Internet nichts über den Verein in Erfahrung bringen können, sagte Hampel. Daher habe er den Termin ohne Bedenken wahrgenommen. „Ich bin da mittags hingekommen, habe dem Vorsitzenden nur kurz guten Tag gesagt und war dann auch schnell wieder weg.“ Auch in der 15-minütigen Fragerunde nach seinem Vortrag habe nichts auf eine rechtsextreme Gesinnung der Zuhörer hingewiesen, sagte der AfD-Politiker.

Zunächst habe er nicht gewusst, was der AfdP sei, sagte der Betreiber der Gaststätte in Hollenstedt (Kreis Harburg), in der die Veranstaltung abgehalten wurde, der HAZ. Als er dann das ausgelegte Informationsmaterial begutachtete, habe er das Treffen der etwa 60 Menschen erst absagen wollen. „Aber das war kurzfristig nicht mehr möglich.“ Als die Reservierung für das sechsstündige Treffen gegen 17 Uhr ausgelaufen sei, habe er die Gäste vorsichtig zum Gehen aufgefordert. „Ein Hausverbot gibt es nicht“, sagte der Betreiber. „Aber die sind hier nicht mehr willkommen.“

Der in Lübeck registrierte Verein ist laut Verfassungsschutz in Niedersachsen kaum aktiv. So habe er nur eine geringe Bedeutung für den hiesigen Rechtsextremismus und stehe primär in Schleswig-Holstein unter Beobachtung.

Von Nils Oehlschläger

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