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Panorama Abenteuer für Wanderer im Weserbergland
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06:56 26.08.2014
Für Abenteurer: Der Ith-Hils-Weg bietet Gelgenheit für eine Wandertour durch das Weserbergland. Quelle: dpa
Lüerdissen

Es ist eng. Der felsige Boden ist feucht und rutschig. Von oben tröpfelt es. Und es ist dunkel. Es kostet einige Überwindung, ins Innere der Rothesteinhöhle am südlichen Ende des Ith im Kreis Holzminden vorzudringen. Das Grubenlicht wirft ein fast unwirkliches Licht an die Felswände, die beiderseits in die Höhe ragen. Die Durchlässe sind niedrig. An einer Stelle geht es nur rutschend auf dem Hosenboden vorwärts.

"Die Höhle ist eine Attraktion am neuen Ith-Hils-Weg", sagt Thomas Slappa vom Tourismusverband Weserbergland. Die Wanderroute wurde im vergangenen Jahr eingeweiht. In der Region gibt es seither einen deutlichen Zuwachs beim Wandertourismus. Dabei sei die Rothesteinhöhle sicher nichts für jedermann, meint Wanderführerin Doris Müller. Die Begehung sei schon etwas beschwerlich. "Es ist eben keine Schau-, sondern eine Naturhöhle."  Ansonsten haben es Besucher auf dem Ith-Hils-Weg deutlich leichter, zum Beispiel wenn die Route über die malerischen Ith-Wiesen führt.

Das Naturschutzgebiet oberhalb von Lüerdissen ist das wohl größte zusammenhängende Bergwiesen-Areal Norddeutschlands. Zumeist verläuft der insgesamt rund 80 Kilometer lange Rundweg auf Höhenzügen. Von Coppenbrügge führt er über den gut 20 Kilometer langen und bis zu 480 Meter hohen Ith - an zahlreichen steil abfallenden Felsklippen vorbei - nach Süden, dann über den Hils bis Delligsen und über verschiedene andere Bergrücken zurück nach Norden. "Der Einstieg in den Rundweg ist überall möglich", sagt Tourismus-Manager Slappa. "Es gibt viele Wanderparkplätze. Dort beginnen auch kleinere Rundwege, die zum Ith-Hils-Weg und wieder zurück zum Ausgangspunkt führen."

Verlaufen kann man sich auf der neuen Route nur schwer. Dafür sorgen gut 3000 Wegweiser und Hinweisschilder mit einheitlichem Logo. Und wer auf den alten Kammwegen ist, die zum Teil schon jahrhundertelang genutzt werden, kann auf Sicht laufen. So wie bei Wallensen: "Hier sind früher schon die alten Germanen unterwegs gewesen", sagt Wanderführer Heinrich Meier. "Da hatten sie zu beiden Seiten freie Sicht ins Tal. Seit er im Ruhestand ist, wandert der frühere Fliesenleger mit Gästen durch seine Heimat. "Dass es den neuen Weg gibt, spürt man", sagt der 69-Jährige. "Das Interesse hat zugenommen."

Das bestätigt auch Olaf Seifert, der im benachbarten Ockensen ein Café und eine Mosterei betreibt. "Die Zahl der Gäste, die einen Abstecher vom Wanderweg zu uns machen, steigt ständig." Und Tourismus-Manager Slappa meint: "Das Ith-Hils-Gebiet wird eigentlich erst jetzt so richtig als Wanderregion wahrgenommen." Dass sie mit dem Ith-Hils-Weg vieles richtig gemacht haben, hat der deutsche Wanderverband den Touristikern im Weserbergland bereits bescheinigt. Er hat der Route das Prädikat "Qualitätsweg wanderbares Deutschland" verliehen.

dpa

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