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Panorama 79-Jähriger nach Gasexplosion in Brome tot aufgefunden
Mehr Welt Panorama 79-Jähriger nach Gasexplosion in Brome tot aufgefunden
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21:16 26.07.2010
Am Montagmorgen suchten Rettungskräfte in Brome im Landkreis Gifhorn nach weiteren Opfern. Quelle: dpa

Bei der Explosion eines Flüssiggastanks in Brome im Landkreis Gifhorn ist ein 79-jähriger Mann am Sonntagabend getötet worden. Seine 41 Jahre alte Ehefrau und die 13-jährige Tochter wurden mit schweren Verletzungen in das Klinikum in Gifhorn eingeliefert, befänden sich aber außer Lebensgefahr, bestätigte Polizeisprecher Thomas Reuter. Das Einfamilienhaus sei bei der Explosion vollständig zerstört worden. „Es sah aus wie nach einem Bombenangriff“, sagte Reuter.

Am Sonntagabend war der neben dem Einfamilienhaus stehende Flüssiggas­tank explodiert. Ob ein technischer Fehler oder menschliches Versagen vorliege, könne die Polizei noch nicht sagen. „Brandexperten des Zentralen Kriminaldienstes untersuchen die beschlagnahmte Schadensstelle“, sagte Reuter. Es gebe zurzeit keine Hinweise auf eine etwaige Manipulation des Tanks. Die Ermittlungen würden aber noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Nach der Explosion galt der 79-jährige Ehemann bis in die gestrigen Morgenstunden als vermisst. Dann aber fanden Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr den Leichnam des Mannes auf der gegenüberliegenden Straßenseite verschüttet unter einem Bretterverschlag. Spürhunde des Technischen Hilfswerks (THW) hatten in der Nacht vergeblich nach dem Mann gesucht. Dass die Hunde bei dem Leichnam nicht angeschlagen hätten, läge vermutlich an deren Ausbildung. „Die Hunde des THW sind ja darauf trainiert, Überlebende zu finden“, sagte Reuter. Der Ehemann wurde vermutlich im Erdgeschoss von der Druckwelle der Explosion erfasst, aus dem Haus und quer über die Straße geschleudert. Er sei wohl sofort tot gewesen. Im Erdgeschoss des kellerlosen Hauses befanden sich der Heizungsraum sowie die Zuleitung. Für den Flüssiggastank hätte der Verstorbene eine Genehmigung gehabt, sagte Reuter. Der Tank sei vorschriftsmäßig aufgestellt und mit dem Haus verbunden gewesen.

Zwei Nachbarinnen, die als Erste zum Unglücksort geeilt waren, standen nach dem Vorfall unter Schock und wurden mit leichten Verletzungen ebenfalls im Krankenhaus behandelt; sie wurden mittlerweile aber wieder entlassen. Die 41 Jahre alte Ehefrau und ihre 13-jährige Tochter befinden sich dagegen auch weiterhin in stationärer Behandlung. „Wir werden die beiden Frauen erst in den kommenden Tagen zu dem Vorfall befragen“, sagte Reuter. Mutter und Tochter hielten sich während der Explosion vermutlich im Obergeschoss des Hauses auf.

„Wie durch ein Wunder sind nicht noch mehr Menschen verletzt worden“, sagte Reuter. Trümmerteile des Hauses seien bis zu 300 Meter weit gefolgen und in mindestens zehn Nachbarhäuser eingeschlagen, sagte Reuter. Dächer, Fenster und Türen einiger dieser Häuser seien so schwer beschädigt worden, dass sie derzeit nicht bewohnbar seien. Auch parkende Autos wurden zum Teil schwer beschädigt. Rund 250 Einatzkräfte der Feuerwehr sind mit den Aufräumarbeiten, die mindestens bis heute Abend andauern werden, beschäftigt. Der Gesamtschaden geht nach Schätzungen der Polizei in die Millionen.

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