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Panorama 71 Häftlinge kommen Weihnachten vorzeitig frei
Mehr Welt Panorama 71 Häftlinge kommen Weihnachten vorzeitig frei
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08:47 15.12.2016
71 Gefangene werden noch vor dem Fest vorzeitig aus der Haft entlassen. Quelle: dpa
Hannover

Über ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk können sich 71 Häftlinge in Niedersachsen freuen: Sie werden noch vor dem Fest vorzeitig aus der Haft entlassen. In den meisten Bundesländern entlässt die Justiz jedes Jahr vor Weihnachten Strafgefangenen für ein paar Tage, damit sie das Fest zusammen mit der Familie feiern können. In den Genuss der Amnestie kommen aber nur Häftlinge, deren Strafe im Dezember oder Januar ohnehin verbüßt wäre, deren Entlassung also unmittelbar bevorsteht. 

Die meisten Gefangene profitieren davon in Niedersachsen dieses Jahr in Vechta (12) und Lingen (11). In Wolfenbüttel sind es neun, in Hannover und Celle je sieben Menschen, andernorts noch weniger. Im Vorjahr kamen sogar 97 Häftlinge in Niedersachsen in den Genuss des weihnachtlichen Gnadenerweises. Eine vorzeitige Entlassung können die Gefangenen übrigens ablehnen - in der Vergangenheit kam das in Deutschland aber nur vereinzelt vor.

"Druck aus den Haftanstalten rausnehmen"

„Ein willkommener Nebeneffekt ist natürlich, dass die Haftanstalten die Anzahl der Gefangenen um 5 bis 8 Prozent reduzieren können“, sagte der Jurist Heinz Cornel, der Professor an der Alice Salomon Hochschule Berlin ist. Ein Sprecher der Gefangenen-Gewerkschaft ist deutlicher: „So jovial ist das gar nicht. Oft wird die Weihnachtsamnestie benutzt, um Druck aus den Haftanstalten rauszunehmen.“ Die Länder hätten somit ein Eigeninteresse, auch angesichts schwieriger Personallage bei den Wärtern nach Weihnachten, Gefangene in die Freiheit zu schicken.

Ausgenommen von der Weihnachtsamnestie sind nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums Sexualstraftäter und Menschen, die wegen Mordes oder Totschlags verurteilt wurden. Auch diejenigen Häftlinge, die zwischenzeitlich etwa einen Freigang missbrauchten, sind von einer Amnestie ausgeschlossen.

„Weihnachtsgnade unterstützt Neustart ins Leben“

Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) findet die Maßnahme sinnvoll. „Die Weihnachtsgnade unterstützt den Neustart ins Leben“, sagte sie. Die Gefangenen könnten das Weihnachtsfest im Kreise der Familie verbringen und die Zeit im Dezember nutzen, um wichtige Behördengänge noch im alten Jahr zu erledigen: „Das Jahr 2017 kann so mit einem echten Neustart beginnen, einem Neustart in Richtung Resozialisierung.“

dpa

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