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Panorama 46 Kinder erleiden Hitzschlag bei Zeltlagerfreizeit
Mehr Welt Panorama 46 Kinder erleiden Hitzschlag bei Zeltlagerfreizeit
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19:44 05.07.2010
35 Grad im Schatten waren zu heiß für die kleinen Wanderer: 46 Kinder der Feriengruppe mussten im Krankenhaus behandelt werden. Quelle: Lambert Brand

Bei Temperaturen um 35 Grad wollten insgesamt 105 Kinder und 26 Betreuer zur Abkühlung ins Schwimmbad. Doch auf dem Weg wurde plötzlich einigen Kindern schlecht, sagte Sven Schumacher. Er ist Leiter des Vereins „Bremer Kinder- und Jugendfreizeit“ sowie des hannoverschen Ablegers „Kinder- und Jugendfreizeit“, die in beiden Städten Zeltlagerferien für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 14 Jahren anbieten. Keines der Kinder aus Hannover musste behandelt werden.

„Wir haben die Jungen und Mädchen sofort in den Schatten gebracht, mit Wasser abgekühlt und ihnen zu Trinken gegeben“, erklärte Schumacher. Als eines der Kinder dann aber bewusstlos wurde, habe er sofort den Rettungsdienst verständigt. Hermann Weller und seine Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Sögel schauten gerade in der Feuerwache das WM-Fußballspiel Deutschland gegen Argentinien, als der Alarm einging. „Es war gerade das erste Tor gefallen, als wir verständigt wurden“, erinnerte sich Weller an das Geschehen.

Gemeinsam mit dem Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie einer ehrenamtlichen Sondereinsatzgruppe des DRK und einem Notarzt habe man die Patienten versorgt. Insgesamt 46 Kinder wurden nach einer ambulanten Erstversorgung vorsichtshalber in Kliniken der Umgebung eingeliefert. „Zum Glück war in einem Krankenhaus ein Kinderarzt im Dienst“, sagte Weller, „er konnte sofort eine Sommer-Meningitis (Hirnhautentzündung) oder eine Lebensmittelvergiftung ausschließen.“ 45 Kinder wurden am Wochenende wieder aus den Krankenhäusern entlassen, lediglich ein Kind befand sich am Montag noch in stationärer Behandlung.

„Die Kinder haben während des Vormittagsprogramms zu wenig getrunken“, sagte Schumacher. Eigentlich hätten die Kinder zum Public Viewing gewollt, um das Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu schauen. „Davon haben wir ihnen aber abgeraten.“ Das Programm für die kommenden Tage hätten er und sein Team geändert. So würde man etwa keine Fußbälle mehr ausgeben. „Sportliche Aktivitäten und längere Wanderungen haben wir komplett gestrichen“, sagte Schumacher. Außerdem lasse man die Kinder noch häufiger kontrolliert Flüssigkeit zu sich nehmen.

Ob der geplante Höhepunkt des Zeltlagers – ein Tagesausflug in einen niederländischen Freizeitpark – nun noch stattfinden könne, sei noch nicht entschieden. „Wir wollen erst einmal abwarten, wie es den Kindern in den nächsten Tagen geht“, sagte Schumacher. Sie sollten sich erst einmal ausruhen und erholen. Mittlerweile seien bis auf zehn Kinder alle vom Hitzschlag betroffenen Mädchen und Jungen auf eigenen und auf Wunsch der Eltern wieder ins Zeltlager zurückgekehrt, das noch bis Freitag dauert. Vonseiten der Eltern sei Schumacher und den übrigen Betreuern kein Vorwurf gemacht worden: „Wir haben auch mit der Feuerwehr gesprochen, die uns bestätigte, dass wir nicht viel hätten anders machen können.“

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