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Panorama 25 Polizeihunde stöbern und spüren um die Wette
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15:47 14.06.2017
Die Hunde sollten bei einigen Aufgaben auch zuschnappen. Quelle: dpa
Hoyerhagen

Aufgeregtes Hundegebell schallt aus einem Waldstück im niedersächsischen Hoyerhagen. Rechts und links an den Rändern der Wald- und Feldwege parken Autos mit geöffnetem Kofferraum. Beim Vorbeigehen bellt es laut hinter den Gitterstäben. "Begrüßen sie mit mir jetzt Dierk Moheit mit Black Tiger von der Diensthundegruppe Verden", ruft Ansager und Ex-Oberkommissar Hartmut Grulke. Das Publikum klatscht während Hund und Herrchen auf dem Weg zur ersten Aufgabe vorbeirennen. 

Der 51-Jährige Hundeführer Moheit gilt als einer der Favoriten im Vielseitigkeitswettkampf der Diensthundeführer. Aus Berlin, Hamburg, Wolfsburg, Hannover, Köln, Kiel und anderen Städten sind Hundeführer der Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr in den kleinen Ort in Niedersachsen gereist, um ihr Können zu zeigen. Insgesamt gehen 25 Teams aus dem gesamten Bundesgebiet an den Start. Auch zwei Teilnehmer aus Luxemburg sind dabei. "Wir hatten in diesem Jahr leider einige Absagen", erklärt Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen und Schirmherr der Veranstaltung.

Im letzten Jahre waren es fast doppelt so viele Teilnehmer. Mehrere Hundeführer seien bereits zur Vorbereitung des G20-Gipfels in Hamburg. Dort müssen sie zum Beispiel nach Sprengstoff suchen. Bei dem Wettkampf müssen Hund und Mensch Aufgaben bewältigen, wie sie auch in der Praxis vorkommen. Auf dem 1,5 Kilometer langen Parcours sind dafür acht Wertungsstellen aufgebaut, an denen die Teams Punkte holen können.

Frank Langfeld von der Polizei in Kiel krabbelt gerade mit Schäferhund Vincent und Kollege Manuel Deutschbein durch einen mit Tarnnetzen bedeckten Tunnel. Danach muss er den Hund zum Beispiel über eine Holztreppe tragen, mit ihm in einem Boot übers Wasser fahren und am Stand auf einen Scheintäter schießen, alles unter Zeitdruck.

Zum Abschluss muss der Hund einen Fahrraddieb auf der Flucht fassen. Gleichzeitig macht sich schon Polizistin Nadine Wiese aus Berlin mit Diensthündin Ronja auf den Weg zum Startpunkt. Was die schwierigste Aufgabe ist kann Langfeld gar nicht sagen. "Das ist die Kombination zwischen allem, der Laufstrecke, den Hindernissen und dem Schutzdienst für den Hund", sagt der 53-jährige Polizist, der zum fünften Mal am Wettbewerb teilnimmt.

Für Kollege Manuel Deutschbein und Diensthund Buck ist es hingegen eine Premiere. "Ich hatte keine Zeit für die Vorbereitung", gibt der 36-Jährige zu. Er habe erst kurzfristig davon erfahren. Im alltäglichen Dienst sind aber ähnliche Fähigkeiten gefragt. Sein Hund habe zum Beispiel schon einen Einbrecher gefasst, erzählt Deutschbein. "Der hatte so viel Respekt, dass er schon gerufen hat: Nein, bitte nicht den Hund."

lni

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