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15:38 30.08.2015
Sieht schmerzhaft aus: Ein Teilnehmer bei der "Arschbomben"-WM in Sindelfingen. Quelle: Wolfgang Kastl/dpa
Sindelfingen

Im Finale des Zehn-Meter-Springens setzte er sich am Sonntag in Sindelfingen in Baden-Württemberg gegen 13 Konkurrenten durch, darunter Kroaten, Österreicher und Finnen. "Ein perfekter Tag, ich bin super glücklich - mit der dritten WM-Teilnahme hat es endlich geklappt", sagte Riede.

Eigentlich heißt die Sportart "Splashdiving" - die englische Wortschöpfung kann mit "platschendes Tauchen" übersetzt werden. Doch selbst die Veranstalter sprechen von "Arschbomben"-WM, einer "Sportart mit Augenzwinkern". Splashdiving ist eine Art unkonventionelles Turmspringen, bei dem lautes Klatschen beim Aufkommen auf dem Wasser durchaus erwünscht ist. Es geht vor allem um Spaß, Preisgeld gibt es nicht. Die Akrobaten können zwischen verschiedenen Arten der "Arschbombe" wählen, die Figuren heißen Brett oder Kartoffel. Zudem zeigen sie beim Sprung Drehungen und Salti.

Mit der 15-jährigen Franziska Fritz aus Dillingen im Saarland trat im Frauenfinale nur eine Teilnehmerin an. "Es ist schade, dass ich immer so allein bin", sagte sie. Vermutlich sei die Arschbomben-Sportart wegen des Schmerzes bei anderen Mädchen so wenig beliebt. "Aber an den Schmerz gewöhnt man sich." Nun darf sich Fritz Weltmeisterin nennen. Schon 2013 und 2014 hatte sie gewonnen - vergangenes Jahr immerhin mit einer Konkurrentin im Finale.

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