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Panorama 184.000 Euro für Jane Austens Spottbrief
Mehr Welt Panorama 184.000 Euro für Jane Austens Spottbrief
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15:38 11.07.2017
Stolz und Vorurteil: In Jane Austen steckte auch eine Satirikerin. Quelle: imago/United Archives International
London

„Fräulein Jane Austen bittet darum, ihren besten Dank an Mrs. Hunter von Norwich ausrichten zu lassen.“ Die einleitenden Worte, die Austen in ihrem Brief an ihre Lieblingsnichte Anna Lefroy wählte, verraten noch nicht viel über den beißenden Spott, den beide Frauen für die Gruselgeschichte „Lady Maclairn, the Victim of Villany“ von besagter Mrs. Rachel Hunter übrighatten. Die im Jahre 1806 von Hunter verfasste Erzählung gilt als Anlass für den zum hohen Preis versteigerten Brief von der britischen Welt-Literatin.

Das Dokument gilt als Hochkaräter unter drei Fragmenten der Korrespondenz zwischen Austen und Lefroy, die nun von Jane Austens Nachkommen zur Auktion gebracht wurden. Der Schätzpreis bei Sotheby’s lag bei 100.000 Pfund, ungefähr 113.000 Euro. Letztendlich ist der Brief nun für 162.500 Pfund versteigert worden, ungefähr 184.000 Euro.

„Tränen über jede der süßen Szenen“ – es waren wohl Lachtränen

Gabriel Heaton, Spezialist für Bücher und Manuskripte bei Sotheby’s, erklärte, dass der Brief ein bedeutendes Dokument sei: „Obwohl der Inhalt bekannt war, hatten die Gelehrten den Brief bislang nicht zu Gesicht bekommen - wie aufregend, dass er jetzt verfügbar ist!“

In dem dreiseitigen Schriftstück vom Oktober 1812, das wie eine Notiz an Hunter verfasst ist, parodiert Jane Austen deren melodramatischen Stil. Sie gibt vor, Hunters „furchtbar ermüdende Gothic Novel“ zu loben. Austen fantasiert, „Tränen über jede der süßen Szenen“ vergossen zu haben - für den Leser besteht indes kein Zweifel, dass dies vor allem Lachtränen gewesen sein müssen.

Dem großen Erbe Austens um ihre Werke wie „Stolz und Vorurteil“ und „Emma“ wurde nun knapp 200 Jahre nach ihrem Tod eine satirische Note hinzugefügt.

Von RND/krö/dpa

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