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Panorama Tote Touristinnen: Sicherheitsbehörden gehen von Terroranschlag aus
Mehr Welt Panorama Tote Touristinnen: Sicherheitsbehörden gehen von Terroranschlag aus
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07:51 20.12.2018
Ermittler untersuchen den Fundort der Leichen in der Nähe von Imlil. Quelle: AP
Rabat

Die Ermordung zweier skandinavischer Touristinnen in Marokko haben örtliche Behörden als Terrorakt eingestuft. Ein festgenommener Verdächtiger habe Verbindungen zu einer Terrorgruppe, teilte die Staatsanwaltschaft in Rabat am Mittwoch mit. Drei weitere mutmaßlich Beteiligte seien auf der Flucht. Lokale Medien berichteten von Verbindungen des Quartetts zur Terrormiliz Islamischer Staat.

Zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren aus Norwegen und Dänemark wurden am Montag mit Stichwunden am Hals tot am Berg Toubkal im Atlas-Gebirge von anderen Touristen aufgefunden. Die Gegend ist ein beliebtes Ziel von Bergwanderern.

Ein Verdächtiger wurde am Dienstag in Marrakesch festgenommen worden. Die drei flüchtigen Mitverdächtigen seien identifiziert, sagte ein Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur AP.

Drei Verdächtige zelteten in der Nähe

Die abgelegene Gebirgsregion, in der die Leichen der Norwegerin und Dänin entdeckt wurden, ist zehn Kilometer vom Dorf Imlil entfernt. Von der Ortschaft aus brechen Reisende in der Regel zu Wanderungen zum Berg Toubkal auf, dem höchsten Gipfel Nordafrikas.

Auf einem Hügel hatten die Opfer ein Zelt aufgeschlagen, wie der Staatssender 2M unter Berufung auf Fotos und Videos von Ermittlern berichtete. Diese verwiesen auf Aufnahmen von Überwachungskameras, die drei Verdächtige dabei zeigten, wie sie in der Nähe ebenfalls zelteten. Nach den Morden hätten sie die Gegend verlassen.

Die Taten haben viele Marokkaner erschüttert. Das nordafrikanische Land gilt in der Regel als sicher für Touristen. Für die USA und Europa ist es zudem ein Schlüsselverbündeter im Kampf gegen den Terrorismus. Dennoch hatte Marokko in den vergangenen Jahren mit vereinzelten Fällen von islamischem Extremismus zu tun. Mehr als 1000 Marokkaner sollen sich dem IS angeschlossen haben.

Die Behörden in Dänemark und Norwegen warnten ihre Staatsbürger vor Wanderungen in Marokko ohne örtliche Fremdenführer. Die dänische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Beamten in das Land geschickt, um bei den Ermittlungen zu helfen.

Von RND/dpa

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