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Panorama Lebenslange Haft für britische Teenager
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20:14 07.04.2016
Zur Tatzeit waren die Mädchen 13 und 14 Jahre alt. Quelle: dpa/Symbolbild
London

Nach dem Urteilsspruch brachen die Mädchen in Tränen aus, Reue hatten sie indes zu keinem Zeitpunkt des siebenwöchigen Prozesses gezeigt. "Ihr habt ihr drei Finger gebrochen, als sie versuchte, sich zu schützen", warf der Richter den Angeklagten vor. Es sei "kaum vorstellbar", dass zwei so junge Mädchen zu einem so "barbarischen" Angriff fähig seien, sagte Staatsanwalt Gerry Wareham. Während des Gewaltexzesses sprach ein Mädchen über ihr Handy mit einer Freundin, die sie sagen hörte: "Los, schlag ihr den Kopf ein, schlag zu."

80 Kopfverletzungen

Die Heimkinder, zur Tatzeit 13 und 14 Jahre alt, waren häufig zu Saufgelagen bei ihrer Bekannten Angela W. in deren Wohnung in der englischen Industriestadt Hartlepool gekommen. Aus einem unbekannten Grund gingen sie an einem Dezemberabend auf ihr Opfer los, schlugen stundenlang mit einem Topf, einer Schippe, einem Fernseher, einem Schraubenzieher auf sie ein. Die Autopsie ergab 80 Kopfverletzungen. Vor der Tat sollen sie Alkohol und verschreibungspflichtige Medikamente konsumiert haben.

Im Internet stellten die Mädchen Selfies ein, auf denen im Hintergrund das sterbende Opfer zu sehen ist. Um 02.00 Uhr am Morgen riefen sie schließlich die Polizei. Nicht um zu gestehen, sondern um mit einem Streifenwagen zurück ins Heim gefahren zu werden. Weil sie etwas warten mussten, riefen sie gleich nochmal an, denn "es sei etwas kalt". Während die Beamten nichts ahnten, knipste eines der Mädchen ein weiteres Selfie und stellte es auf die Seite des Bilderdienstes Snapchat und dazu den Kommentar: "Ich.... mal wieder in einem Polizeiwagen."

In Deutschland ist für Jugendliche keine lebenslange Haft vorgesehen. Kinder unter 14 sind nicht strafmündig.

afp/dpa

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