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Panorama Rettungsversuch von Homann scheitert
Mehr Welt Panorama Rettungsversuch von Homann scheitert
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20:21 09.05.2017
Der Homann-Standort in Dissen soll geschlossen werden. Quelle: dpa
Hannover

Das Treffen verlief in frostiger Atmosphäre: Fast zwei Stunden haben Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD) am Dienstag in der Staatskanzlei mit Aufsichtsratschef Heiner Kamps von der Unternehmensgruppe Theo Müller darüber gesprochen, ob das Feinkostwerk Homann in Dissen (Kreis Osnabrück) eine Zukunft hat. Doch es sieht nicht danach aus.

Der Müller-Konzern wollte ursprünglich eine neue Fabrik bei Dissen schaffen, bevorzugt inzwischen jedoch das sächsische Leppersdorf oder Polen. Dadurch stehen 1200 Arbeitsplätze in Niedersachsen auf dem Spiel.

Weil: "Wir wollen weiter kämpfen"

Stephan Weil sagte, man habe „mit großem Nachdruck auf die Vorzüge des Standortes Dissen“ hingewiesen. Müller-Aufsichtsratschef Kamps will aber weiterhin an Sachsen für die 500-Millionen-Investition festhalten. Lies sprach von einer „Vorfestlegung“ der Firma aus „nicht nachvollziehbaren Gründen“. Man wolle „weiter kämpfen“.

Auch Vertreter von Arbeitnehmern und Kommunen nannten das Treffen „enttäuschend“. Der CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann kritisierte, das Land hätte die Standortattraktivität mit einem klaren Angebot untermauern müssen. Die Arbeitnehmerseite erwägt inzwischen Arbeitskampfmaßnahmen. Zudem zeigen Beschäftigte Abwanderungstendenzen: Die Personalabteilung muss derzeit 200 Zeugnisse schreiben.

Mehr als 4000 Menschen hatten gegen Schließung demonstriert

In Leppersdorf bei Dresden betreibt Müller bereits eine große Molkerei mit rund 2500 Mitarbeitern. Der polnische Homann-Standort ist in Posznan (Posen). Das Stammwerk der Marke Homann befindet sich in Dissen. Dort wurde die Fleischsalatfabrik 1876 gegründet.

Mehr als 4000 Menschen hatten vor gut zwei Wochen in Dissen gegen die Schließung des Werks demonstriert. Zuletzt bot der Tiefkühltortenhersteller Coppenrath & Wiese den betroffenen Homann-Mitarbeitern einen Einstieg am 40 Kilometer entfernten Standort Mettingen im Kreis Steinfurt (NRW) an. Dort sollen in diesem und im nächsten Jahr 500 neue Stellen entstehen.

str/dpa

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