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Panorama 24 Stunden Ausnahmezustand auf A2
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16:42 08.04.2016
Die Maschinen zum Abfräsen des Ashpalts auf der A2 stehen schon bereit. Quelle: Achim Gückel
Hannover

Bei dem Unfall bei Hämelerwald am späten Donnerstagnachmittag hatte der hintere Lkw offenbar Farbeimer geladen, weiße Farbe lief auf die Fahrbahn aus. Diese ließ sich während der Aufräumarbeiten, die in der Nacht fortgesetzt wurden, nicht entfernen. Weil es sich um hochwertige Fassadenfarbe handelte, die auf den offenporigen Flüsterasphalt lief, muss der Straßenbelag auf einer Länge vom 200 Metern abgefräst werden, 2000 Quadratmeter insgesamt. Wenn die Arbeiten wie vorgesehen beendet werden können, ist die Autobahn ab 19 Uhr wieder komplett befahrbar.

Autofahrer müssen das Gebiet weiträumig umfahren. Es ist eine Umleitung von der A2 am Kreuz Hannover-Ost, auf die A7 Richtung Derneburg/Salzgitter sowie über die B6 nach Baddeckenstedt und die A39 nach Wolfsburg/Königslutter zu nehmen.

Doch der Verkehr am Freitagmittag führt zu langen Staus: Auf der A2 sind es vor dem Kreuz Hannover-Ost mindestens sieben Kilometer Stau. Auf der A7 stockt der Verkehr zwischen dem Kreuz Altwarmbüchen und Anderten.

Unfallursache war geringer Sicherheitsabstand

Die Karambolage auf der A 2 spielte sich so ab, wie schon viele andere zuvor. Der Fahrer eines mit hochprozentigen Spirituosen für die Gastronomie beladenen Sattelzugs aus der Slowakei musste gegen 18.10 Uhr in Höhe des Rastplatzes Röhrse das Fahrtempo verringern. Der 45-Jährige am Steuer des nachfolgenden Lastzugs, beladen mit Fassadenfarbe, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Polizei meint, der Mann habe deutlich zu geringen Sicherheitsabstand gehalten.

Beim Aufprall wurden beide Fahrzeuge stark beschädigt. Der 45-Jährige erlitt schwere Verletzungen, konnte aber ohne fremde Hilfe aus einem vollkommen zerstörten Führerhaus aussteigen. Er wurde ins Krankenhaus in Peine gebracht. Den Schaden beziffert die Autobahnpolizei Braunschweig auf 350.000 Euro.

2000 Quadratmeter Asphalt erneuert 

Auf der Ladefläche des hinteren Lastwagens waren beim Unfall am Donnerstag durch die Wucht des Aufpralles etliche Eimer mit Farbe geborsten. Viele davon fielen auf die Fahrbahn. Innerhalb kürzester Zeit waren weite Teile des Asphalts mit einer dicken, weißen Farbschicht überzogen. Feuerwehrleute aus Hämelerwald und Lehrte musste unter anderem einen kleinen Damm aufschütten, damit die Farbe nicht auf den Grünstreifen floss.

Weil bei der Autobahn 2 östlich von Hämelerwald sogenannter offenporiger Asphalt liegt, in den die Farbe tief eindringen konnte, half schließlich nur noch die Radikalkur. Am Freitagvormittag rückten Bauarbeiter mit einer riesigen Fräse an. Sie beseitigten ab Mittag auf einer Länge von 200 Meter den gesamten Asphalt und gossen auf insgesamt 2000 Quadratmetern eine frische Fahrbahnoberfläche. 

Weiterer Unfall zwischen Wunstorf-Kolenfeld und Herrenhausen

Nach einem schweren Unfall war die A2 in Richtung Hannover am Donnerstag zwischen der Anschlussstelle Wunstorf-Kolenfeld und Herrenhausen zeitweise einspurig gesperrt. Dort waren gegen 18 Uhr zwei Lastwagen aufeinander aufgefahren.

Entgegen erster Meldungen war der Fahrer des auffahrenden Lkw nicht im Führerhaus eingeklemmt und konnte schnell von Feuerwehr und Rettungsdienst gerettet werden. Allerdings beklagte die Feuerwehr das unkooperative Verhalten zahlreicher Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen die Fahrspuren blockierten und keine durchgehende Rettungsgasse ermöglichten.

ac/jki/mhu

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