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Panorama Polizei klärt filmreifen Banküberfall auf
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16:26 27.04.2016
Bankraub aufgeklärt: Den Überfall auf eine Volksbankfiliale in Wieda hatten der bewaffnete Räuber und sein mutmaßliches Opfer gemeinsam geplant und ausgeführt. Quelle: dpa
Wieda

Die Polizei hat einen Bankraub im Kreis Osterode aufgeklärt. Den Überfall auf eine Volksbankfiliale in Wieda am 26. Februar haben der bewaffnete Räuber und sein mutmaßliches Opfer gemeinsam geplant und ausgeführt, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Den Bankräuber plagte das schlechte Gewissen

Demnach hatte sich der 29 Jahre alte Komplize bereits in der Schalterhalle aufgehalten, als der Bankräuber am 26. Februar in die Filiale stürmte und den vermeintlichen Bankkunden sofort mit einer Schusswaffe bedrohte. Die Bankangestellten gingen von einer Gefahr für den 29-Jährigen aus und übergaben dem 19-jährige Räuber mehrere Tausend Euro. Was sie nicht wussten: Der Bankkunde war gar nicht in Gefahr – weil er der Komplize des Bankräubers war.

Den Bankräuber plagte dann aber das schlechte Gewissen, wie die Polizei weiter erklärte. Der 19-Jährige habe sich freiwillig gestellt und ein Geständnis abgelegt. Daraufhin wurde der 29-Jährige, der ebenfalls aus Walkenried stammt, in Untersuchungshaft genommen. Der Mann schweigt bisher zu den Vorwürfen. Weil gegen den 19-Jährigen nach dem Geständnis keine Haftgründe mehr vorliegen, wurde er auf freien Fuß gesetzt.

Kassenbereich ist mit Panzerglas geschützt

Direkt nach dem Überfall war die Polizei bereits davon ausgegangen, dass der Bankräuber die Geiselnahme in der Bank geplant hatte, um an das Geld zu kommen – denn der Kassenbereich ist mit Panzerglas geschützt. Die Mitarbeiter dahinter hätte er also nicht bedrohen können. Wenige Minuten vor dem Banküberfall aber betrat ein Kunde die Bankfiliale – und dieser wird dann vom 19-Jährigen bedroht.

Ein Angestellter sagte später dem MDR: "Wir mussten natürlich sehen, dass diese lebensbedrohliche Situation für den Kunden so schnell wie möglich beendet wird. Bevor der Bankräuber nervöser wird und doch noch abdrückt, haben wir schnell gehandelt." Deshalb händigten sie das geforderte Geld aus, mit dem der Täter flüchtete. Weil sich erst herausstellte, dass die angebliche Geisel wohl zum Bankräuber gehörte.

dpa/wer

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