Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Pinguin aus Gehege in Mannheim geklaut
Mehr Welt Panorama Pinguin aus Gehege in Mannheim geklaut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:50 13.02.2017
In Mannheim wurde ein Humboldt-Pinguin geklaut (Symbolbild). Quelle: dpa
Mannheim

Vergangene Woche waren alle noch da. Aber am Sonnabend, als die Mitarbeiter die etwa 20 Pinguine durchzählten, fehlte einer. „Die Untersuchung des Geländes hat ergeben, dass der Vogel nicht weggelaufen oder von einem Raubtier verschleppt worden sein kann“, sagte eine Sprecherin des Mannheimer Luisenparks am Montag. Also muss er gestohlen worden sein.

Deshalb sind die Tierpfleger in großer Sorge: Der etwa fünf Kilogramm schwere Humboldt-Pinguin habe ohne besondere Lebensbedingungen wie etwa spezielle Nahrung keine Überlebenschance. „Wer glaubt, er könne den Vogel als Haustier halten, ist jenseits von Gut und Böse“, sagte die Sprecherin. Der rund 50 bis 60 Zentimeter große Pinguin trägt eine Flügelmarke mit der Nummer 53 und einen implantierten Erkennungs-Chip.

Pinguin aus Stuttgarter Zoo bleibt verschwunden

Die Polizei in Mannheim bestätigte Ermittlungen wegen des Diebstahls. Da das Leben des Tieres gefährdet sei, werte man den Fall nicht als Dumme-Jungen-Streich. „Wir hoffen, dass bei dem Täter die Einsicht siegt und er den Pinguin schnell zurückgibt“, sagte ein Sprecher. In einem anderen Fall sei einst eine Landschildkröte aus dem Luisenpark gestohlen worden, das Tier sei aber später wohlbehalten gefunden worden.

Pinguine stehen aber immer wieder auf der Liste der Langfinger. Aus der Stuttgarter Wilhelma wurde vor einigen Jahren ein Pinguin gestohlen und blieb verschwunden. Auch in Köln wurde einer der Vögel bereits entführt – von einem Grundschüler: Er hatte ihn kurzerhand in seinen Rucksack gesteckt. Erst auf der Busfahrt fiel der Diebstahl auf, weil die Hose des Jungen vollkommen durchnässt war. Das Tier wurde unversehrt in den Kölner Zoo zurückgebracht.

Humboldt-Pinguine gehören zur Familie der Brillenpinguine – charakteristisch für sie ist neben der auffälligen „Gesichtsmaske“ ein schwarzes Federband unterhalb der Kehle. Nach Angaben des Luisenparks leben die Tiere ursprünglich an der Pazifikküste Südamerikas. Sie fühlen sich an den Küsten Perus und im Nordteil von Chile wohl.

Von dpa/RND/as