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Panorama Pippi Langstrumpfs Papagei soll sterben
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20:25 07.04.2016
Pippi Langstrumpfs Papagei ist in Gefahr, eingeschläfert zu werden. Quelle: Frank Madsen/Malmö Reptil-Center/dpa
Malmö

Das schwedische Landwirtschaftsamt ist der Auffassung, dass der drei Quadratmeter große Käfig, in dem Douglas mit der gleichaltrigen Papageiendame Gojan lebt, zu klein ist. Die Vögel könnten darin nicht fliegen und bräuchten eine Voliere von mindestens 30 Quadratmetern. Und wenn das nicht möglich ist, müssten die Vögel eingeschläfert werden.

Doch der kleine Reptilienzoo, in dem der Papagei seit zehn Jahren lebt, hat dafür im Innenraum keinen Platz. Und draußen würde Douglas – so der richtige Name des Vogels – erfrieren. Zoodirektor Frank Madsen hofft nun, dass eine Privatperson sich des Vogels und seiner Gefährtin annimmt.

Doppelt so alt wie ein Ara sonst wird

Das Tier wurde als Papagei Rosalinde durch die Pippi-Langstrumpf-Verfilmung "Pippi in Taka-Tuka-Land" bekannt. Um Worte ist die kleine Rosalinde darin nicht verlegen: "Du bist ein Kürbis, ein Kürbis", krächzt der dreijährige Papagei, der gemeinsam mit dem Vater von Pippi Langstrumpf im Turmverlies eingesperrt ist. Nicht, um ihm Gesellschaft zu leisten, nein, um ihn auszuspionieren. Denn Kapitän Efraim Langstrumpf, früher Schrecken der Meere, hat einen Schatz versteckt und seine Peiniger hoffen, dass er im Traum ausplaudert, wo.

Vor 46 Jahren wurde Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker verfilmt. Douglas ist mittlerweile 49 Jahre alt. Normalerweise werde ein Ara dieser Art nicht mehr als 28 Jahre alt, erklärt Madsen. Dass Douglas nicht mehr fliegen könne, liege also nicht am mangelnden Freiraum sondern an seinem Alter. "Es ist doch Quatsch, sie jetzt umzusiedeln, wenn sie sowieso nur noch drei bis vier Jahre zu leben haben."

Douglas hatte schon einmal Probleme

Es ist nicht das erste Mal, dass Douglas in Schweden Probleme hat. 2003 wollten ihn die Behörden schon einmal töten, weil er nicht die nötigen Herkunftspapiere hatte. 50.000 Menschen hatten damals mit einer Unterschriftenaktion dagegen protestiert, darunter auch die Pippi Langstrumpf-Darstellerin Inger Nilsson. Erst als der erste Besitzer nachweisen konnte, dass er den Papagei 1967 aus Brasilien legal importierte, ließ man ihn am Leben.

Und jetzt? "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", beschwichtigt ein Sprecher des Landwirtschaftsamtes am Donnerstag. "Wir suchen nach Alternativen."

dpa/wer

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