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12:15 12.02.2016
Von Saskia Döhner
Symboldbild Quelle: dpa
Hannover

Bei einer Unterrichtung im Kultusausschuss des Landtages am Freitag ist deutlich geworden, dass nur Flüchtlingskinder, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Friedland, Bramsche, Braunschweig, Osnabrück oder Oldenburg leben, die Chance auf Sprachförderung schon vor ihrem regulären Schulbesuch haben. Schulpflichtig werden Kinder ab sechs Jahren erst, wenn sie aus den Erstaufnahmelagern nach etwa vier Wochen auf die Kommunen verteilt sind. Wer in einer Behelfsunterkunft oder einer anderen Notunterkunft lebt, die die Kommunen im Zuge der Amtshilfe zur Verfügung gestellt haben, bekommt nur Sprachunterricht, wenn es Ehrenamtliche gibt, die das anbieten.

Derzeit leben rund 10300 Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen, etwa 5000 in den Notunterkünften und knapp 300 in Behelfsquartieren, darunter sind etwa 4000 bis 4500 Kinder ab sechs Jahren.

In Friedland unterrichten vier Lehrer Kinder zwischen sechs und 15 Jahren, rund 90 Prozent der Flüchtlinge nehmen an dem Angebot teil. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 562, darunter 302 Jungen, unterrichtet, die meisten Kinder waren im Grundschulalter.

In Bramsche werden die Kinder von Lehrern der benachbarten Grundschule unterrichtet. In Osnabrück übernimmt die Diakonie die Sprachförderung, in Braunschweig soll es regelmäßig ab diesem Jahr Angebote geben, wenn sich die Raumsituation dort entspannt. Auch in Oldenburg soll demnächst der Spachunterricht starten. Generell sind die Lerngruppen nicht größer als zehn bis 17 Teilnehmer. Möglicherweise soll der Sprachunterricht bald auch über Videokonerenzen laufen.

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