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Panorama Mann schickt Mordauftrag an falsche Nummer
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10:40 14.02.2017
Der Mann wollte den Killer per SMS beauftragen – er schickte die Nachricht aber an die falsche Person (Symbolbild). Quelle: dpa
Monroe

Es ist eine verrückte Geschichte, die in Monroe im US-Bundesstaat Washington passiert sein soll: Der 42-jährige Jeff Lytle habe seine Frau und seine kleine Tochter ermorden lassen wollen, um die Lebensversicherung über 1,5 Millionen Dollar zu kassieren, berichtet die Staatsanwaltschaft. Der Mann habe dafür einen Killer angeheuert. Aber dann habe Jeff Lytle der falschen Person die SMS mit dem Mord-Auftrag geschickt – und dadurch sei die Geschichte aufgeflogen, berichtet die britische „Daily Mail“.

Der Fernsehsender „Kiro 7“ zitierte den Inhalt der Kurznachricht auf seiner Internetseite. Demnach schrieb Jeff Lytle: „Hey Shayne, wie geht es dir? Erinnerst du dich, dass du mir helfen wolltest, meine Frau zu töten? Ich will auf dein Angebot zurückkommen.“ Nur schickte er diesen Text eben nicht an den Killer – sondern an seinen Ex-Boss.

Ehemann versprach Killer viel Geld

Sein früherer Chef konnte mit der SMS Text nicht viel anfangen. Also benachrichtigte er die Polizei. Den mutmaßlichen Auftragskiller schnappte sie zwar nicht – der Mann, der in der Kurznachricht als „Shayne“ angesprochen wird, ist auf der Flucht. Aber der Absender der Nachricht sitzt in Haft: Jeff Lytle.

Nach Angaben der Ermittler hatte er den Auftragsmörder bereits vor längerer Zeit kontaktiert und ihm die Hälfte der Versicherungssumme versprochen. Der Mann sollte Lytles Frau und Kind umbringen, entweder durch einen fingierten Unfall oder einen vorgetäuschten Räubüberfall.

In mehreren Handy-Kurznachrichten soll Lytle dem Killer alle notwendigen Informationen für die Morde geschickt haben. Der Fernsehsender „Kiro 7“ zitierte auch aus diesen SMS. Der Familienvater habe „Shayne“ zum Beispiel den detaillierten Tagesablauf seiner Frau mitgeteilt und beschrieben, welches Auto sieht fährt und welche Strecke sie nimmt.

Im Verhör soll Lytle versucht haben, alles herunterzuspielen. Die Nachrichten habe er nur verfasst, um innerlich „Dampf“ abzulassen. Er habe sie deshalb auch nur abgespeichert – sie seien aber von seiner vier Jahre alte Tochter verschickt worden, als diese mit dem Smartphone gespielt habe.

Bisher hat er damit die Ermittler nicht überzeugen können. Lytle sitzt im Gefängnis von Snohomish County. Gegen ihn wird wegen zweifachen versuchten Mordes ermittelt.

Von RND/sin/wer

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